Romanzo Criminale

Der zweimal verfilmte Politthriller war einer der italienischen Bestseller der letzten Jahre, weil der dem Land erbarmungslos den Spiegel vorhält.

Ein düsteres Sittengemälde, das sich von 1977 bis 1992 zieht, von der Entführung Moros durch die Roten Brigaden bis zur Implosion der Großparteien in Tangentopoli. Im Zentrum des brillanten Romans steht der Aufstieg einer (realen) Bande zur Rom und seinen Drogenmarkt beherrschenden Macht, der durch Seilschaften aus Mafia und Politik sowie Geheimdiensten und Justiz begünstigt wurde. De Cataldo, Richter am römischen Berufungsgericht, führt seine zwielichtige Figuren-Armada mit trockenem Stil durch Morde und Prostitution, neofaschistischen Terror und Logen, Korruption und Gigantomanie. Die große Meisterschaft des Autors liegt in der Uneindeutigkeit der Moral: Jeder könnte, gelockt durch Reichtum und Macht, die Seiten wechseln. 570 Seiten Hochspannung, die sich im heutigen Italien fortsetzen ließen.

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