Super Seven

So einleuchtend hat Hubert Mauracher bislang noch nie geklungen. Statt Indiepop-Hit-Eifer entdeckt er mit Sonia Sawoff seine Experimentierfreude.

Aus rechtlichen Gründen werden Artikel aus unserem Archiv zum Teil ohne Bilder angezeigt.

Vernünftig, immerhin gelingt auch Suede, Shy oder Garbage dieses Indiepop-Zappeln nicht mehr so richtig. Stattdessen haben die Songs auf „Super Seven“ eine gewisse Spiel- und Experimentierfreude entdeckt. Auffallend erfreulich macht sich zudem Sängerin Sonia Sawoff bemerkbar, die durchwegs mehr mit Hubert Maurachers Steilvorlagen anzufangen weiß als ihre Vorgängerinnen.

Um das bekannte Rein-Raus-Spiel aus ruhigen Strophen und lauten Refrains kommt man zwar wieder nicht ganz herum, wird dafür aber mit einfallsreichen Details entschädigt. „Future Lovers“ wird dynamisch subtiler aufgebaut, weiß anschließend nur nicht die Karachostimmung mitsamt überschwänglichem Beckengewitter mit einem anständigen Text abzurunden. Aber es geht auch anders. Mauracher sucht immer noch diese überlebensgroßen Melodien, die dir das Herz herausreißen. Und auf „You“ und „Outer Space Dancer“ ist dieser Horizont ganz nah. M83 bekommt das zwar noch besser hin, aber die hatten ja auch einige Jahre gebraucht um ihren Stadionzuckerschockpop zu perfektionieren.

Nur bitte, auch wenn ausgefuchstes Retrodesign, und funky Welle, das Wort „Super“ sollte so richtig lange ewig nicht nie mehr verwendet werden, nicht in Titeln, nicht in Texten. Aber vor allem nicht in Titeln. Cheers.

Newsletter abonnieren

Abonniere unseren Newsletter und erhalte alle zwei Wochen eine Zusammenfassung der neuesten Artikel, Ankündigungen, Gewinnspiele und vieles mehr ...