The Chemical Brothers – Don’t Think

Für Leute, die nicht dabei waren, gibt es die Multimedia-Explosion der Chemical Brothers als rundum aufgemotzten Mitschnitt zum Nachtanzen für daheim.

Aus rechtlichen Gründen werden Artikel aus unserem Archiv zum Teil ohne Bilder angezeigt.

Als Konzertfilm macht »Don’t Think« so ziemlich alles richtig. Seien wir ehrlich, Bilder lügen sowieso und wer will schon einen möglichst unverfälschten und neutralen Bericht von eine Konzert der Chemical Brothers sehen? Wieso also nicht eine Menge After-Effects nehmen, den Sound aufpolieren, Visuals von der Bühne direkt auf den Schirm holen, Close-Ups von entrückten Feieranten einflechten und kleine Substories einbauen? »Don’t Think« versucht den Zusehern ein möglichst eindrucksvolles Spektakel zu zeigen, mit bebenden Bildern, hastigen Blenden und schnellen Schnitten. Das ist natürlich kein Ersatz für das Live-Erlebnis, aber wenn man das schon nicht konservieren kann, dann bietet dieser Film (es ist definitiv mehr als ein Mitschnitt) für Interessierte einen okayen Ersatz. Regisseur Adam Smith hat dabei einen adäquaten Stil gefunden, ein Ereignis festzuhalten, das ja viel weniger von seinen ausführenden Musikern lebt als etwa die Konzerte in Woodstock (»Woodstock«), von The Band (»The Last Waltz«) oder Led Zeppelin (»The Song Remains The Same«). Mit den Chemical Brothers hat er noch dazu eine Vorlage eines derart anerkannten, inthronisierten Elektronik-Acts, wie das vielleicht sonst nur noch Daft Punk oder Kraftwerk sein könnten. Dass diesen Film dann doch nur Interessierte zu Gesicht bekommen werden, liegt in der Natur der Sache.

Newsletter abonnieren

Abonniere unseren Newsletter und erhalte alle zwei Wochen eine Zusammenfassung der neuesten Artikel, Ankündigungen, Gewinnspiele und vieles mehr ...