The Sleepwalking Society

Schlafwandeln zu Saxofon, Hammond und Gitarre. Deutsch-britischer Neo-Folk, der zumindest im Labelkontext hell leuchtet.

Vier Jahre nach „Everything Under The Sun” legt Nostalgia 77 sein viertes Studioalbum vor. Verantwortlich dafür ist wieder einmal Benedic Lamdin, der zwischen dem alten und neuen Album viele andere Acts wie Lizzy Parks, Alice Russell oder Sara Mitra betreute. Seine Affinität zu weiblichen Stimmen macht sich auch auf „The Sleepwalking Society” bemerkbar. Die Stimme der (noch relativ unbekannten) deutschen Sängerin Josa Peit harmoniert mit dem folkigen Jazzsound wie ein alter Bilderrahmen mit dem Gemälde. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Alben des Briten belässt er es diesmal nicht nur beim Jazz, sondern zeigt sich wie in „Sleepwalker” auch von seiner bluesigen Seite – Ellington-eske Bläser und Hammondorgel inklusive. Vielleicht liegt es am Einsatz von 70er-Jahre-Equipment, vielleicht auch an der im Gospelchor trainierten Stimme von Josa Peit, die allen Stücken ein folkiges Gemüt verleihen. Ein spannendes Album, das aus dem breiten Fluss an Tru Thoughts-Releases heraussticht.

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