Seriøs

Nach Trentemøller, dem derzeit umtriebigsten Nordeuropäer im Bereich der elektronischen Klangwelten, der uns noch immer mit seinem wunderbaren Debüt "The Last Resort" das Leben versüßt und die gefährlich unterkühlten Tanzflächen mancher Clubs mit Romantik erwärmt, ist es nun erneut ein Däne, der alles richtig macht: Tomas Barfod alias Tomboy. Seine zahlreichen bisherigen Arbeiten, die wie […]

Nach Trentemøller, dem derzeit umtriebigsten Nordeuropäer im Bereich der elektronischen Klangwelten, der uns noch immer mit seinem wunderbaren Debüt "The Last Resort" das Leben versüßt und die gefährlich unterkühlten Tanzflächen mancher Clubs mit Romantik erwärmt, ist es nun erneut ein Däne, der alles richtig macht: Tomas Barfod alias Tomboy.

Seine zahlreichen bisherigen Arbeiten, die wie auch dieses Debütalbum – es trägt den gediegenen Titel "Seriøs" – auf dem deutschen Label Gomma erschienen sind, wiesen bereits den Weg, den der aus Kopenhagen stammende Tomboy mit den vorliegenden 14 Songs beschreitet. Der Schlagzeuger der Formation Who Made Who, einer jener Bands, die mit elektronischen Elementen versetzten Rock in den Clubs salonfähig machten, zelebriert dabei einen herrlich groovenden, discoiden, mit viel Liebe zum Detail arrangierten und vor allem eingängigen Sound.

Obwohl ihm bereits in jungen Jahren der Funk zu fad geworden ist und er sich daraufhin einen Synthesizer zugelegt hat, geizt Barfod auf seinem Debüt nicht mit eckigen Bassläufen, die angeblich auch Stars wie Tiga oder Schauspieler Michael Douglas großartig finden. Und Recht haben sie! Denn mit "Synchronize", einem sicheren Tanzflächenfüller, ist ihm ein Mörder-Track gelungen. Der Rest steht diesem um nichts nach, weshalb man "Seriøs" durchaus als Meisterwerk bezeichnen kann.

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