Sabrinas Musikjahr 2016

Wie jedes Jahr bitten wir unsere MusikredakteurInnen zurückzuschauen. Dieses Mal gaben wir ihnen einige Kategorien zur Wahl, aus denen sie sich 5-8 aussuchen konnten. Lest hier, was Sabrina gewählt hat.

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Sabrinas Wahl: #auswendig, I can´t even, Ewig gewartet auf, Beliebige Siebener Liste, Didn´t see this coming, Bestes Aufeinandertreffen von Menschen, Episch, Wo war eigentlich?

2016 war mehr schlecht als recht – obwohl wir zumindest in Österreich noch die Kurve bekommen haben, kann man insgesamt auf wenig Gutes zurückblicken. Mein Musikjahr ist im Gegensatz dazu ganz gut geraten. In Deutschland wächst gerade sowas wie eine „neue“ Post Punk Szene heran, Mark Reeder hat mir Berlin gezeigt und falls 2017 so schlimm wird wie 2016, sperre ich mich wieder mit „Not To Disappear“ in mein Zimmer ein.

1. #auswendig

Zu Daughter hätte auch Songwriting-Großartigkeit, Gänsehaut, Episch, Traurigster Moment, Heavy Rotation und Sexy Time gepasst, nur um meine Obession mit Daughter zu unterstreichen – schlussendlich aber #auswendig weil es einfach stimmt. Als Fangirl der ersten Stunde war ich am Wochenende nach dem „Not To Disappear“ Release unerreichbar. Definitiv mein Highlight des Jahres – sowohl das Album als auch das mit Pärchen zugepflasterte Konzert in der Arena.

2. I can’t even

Der Drangsal würde es wahrscheinlich nicht zugeben, aber „I can’t even“ wäre sein Lieblingsspruch, wenn er eine Basic Bitch wäre. Spätestens seitdem er von „Intro“ zum „Scheusal des Jahres“ gewählt wurde, ist er bei meinem Beliebtheitsranking in die Höhe geschossen. 80s New Wave gemischt mit Post-Punk und Hass – die musikalische Antwort auf Michael Buchinger – außer, dass Michi weniger Punk versprüht. Auch wenn man von Drangsals Attitude live ein bisschen angeekelt sein kann, war er im kleinem B72 Rahmen auf jeden Fall besser als mit weiß angemalten Gesicht am Melt. Max Gruber – bleib so wie du bist, aber überleg dir nochmal ob du Joy Divison wirklich nicht leiden kannst.

3. Ewig gewartet auf: The Kills

„Ash and Ice“ war mein schönster Vinylzugang dieses Jahres, also optisch – das liegt wohl an meinem Faible für farbige, durchsichtige Langspieler. Obwohl ich die brachialen Kills bei „No Wow“ mehr mochte, konnte ich mich schnell mit den gesteigerten Spielereien am Synthesizer anfreunden. „Doing It To Death“ hatte ich aber schon nach zwei Wochen abgehört aber das Samplen vom SBTRKT Intro zu „Wildfire“ bei „Heart Of A Dog“ fand ich eher unnötig.

Trotzdem super:

4. Bestes Aufeinandertreffen von Menschen

Geht an Messer, Karies, Isolation Berlin und Der Ringer. Die neue deutsche Kälte rinnt mir den Rücken hinunter und ich kann mich jetzt schon kaum mehr halten, wenn ich an das „Soft Kill“ Debütalbum von Der Ringer denke, das Ende Jänner herauskommen wird. Bis dahin feier ich aber Karies und ihren Albumnamen „Es geht sich aus“ – hoffentlich geht sich bald ein Tour-Stop in Österreich aus.

5. Beliebige Siebener Liste – Female Heroes

„If feminism means girls with brains, then we are feminists“, war die Antwort von Hinds auf die Frage, ob sie Feministinnen seien,  weil sie ja in einer Girlband spielen – als ob schon jemand eine reine Männerkonstellation auf entsprechende Weise in Frage gestellt hätte. Female Heroes gab es für mich 2016 einige, meine musikalischen habe ich unten aufgelistet. Molly Nillson hat im Februar, trotz Karaoke, im Brut super abgeliefert und wer bei Wolf Alice war weiß, dass man nicht nur wegen der gefühlt 30 Grad im Flex ins Schwitzen gekommen ist. #GRL PWR

6. Didn’t see this coming

Die Ausrede, das zweite Album sei halt meistens das schlechtere kann ich nach diesem Jahr offiziell nicht mehr hören. Fremdschämen beim Hören der neuen Single einer ehemals heiß geliebten Band, ist mir selten passiert. Denglisch in Songtexten war schon 2014 not my thing. Das Indie Band Klischee ist so und so schon überstrapaziert, bitte gibt dem nicht noch Futter. Trümmer, i’m sorry aber ich bin leider außerhalb euer Bubble. Aufs nächste Konzert werde ich aber trotzdem gehen – aus nostalgischen Reasons.


7. Episch!!!

Lust and Sound in West Berlin. Auf den Spuren von Punk und Techno treibt sich Mark Reeder in den Ruinen Berlins in den 80ern herum und dokumentiert die Höhen und Tiefen von Nick Cave und den Einstürzenden Neubauten, produziert Malaria und organisiert das erste und letzte Joy Division Konzert in Berlin. Die zusammengeschnittenen Originalaufnahmen sind vertont mit einem mörderischen Soundtrack, der von Westbam bis zu Ideal reicht – einer der besten Musikdokumentation EVER! An die gefühlt 100 Leute, denen ich dieses Jahr auf die Nerven gegangen bin, weil ich Lust and Sound in West Berlin andauernd empfohlen habe: Es musste sein, schaut die Doku an.

8. Wo war eigentlich?

Chet Faker? – Eh da. Danke an meine Youtube Leiste rechts, die mich nach all den Jahren so gut kennt, dass sie mir automatisch die neuen Chet Faker Sachen vorschlägt, obwohl er jetzt Nick Murphy heißt.


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