5 Filme, die ihr auf dem Human Vision Festival sehen müsst

Von 7.-11. März findet in Dornbirn das Human Vision Festival statt. Gezeigt werden Filme zum Thema Menschenrechte, Gesellschaft und der aktuellen politischen Lage.

© Note on Blindness Filmstill

Im Spielboden in Dornbirn findet das Human Vision Festival heuer zum ersten Mal statt. Neben insgesamt zehn europäischen Dokumentar- und Spielfilmen gibt es einige Diskussionen mit den Regisseuren sowie die Eröffnung der Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ über das Leben der Anne Frank. Das Festival widmet sich in seinem ersten Jahr den Themen Menschenrechte, der derzeitigen politischen Lage und der Vielfalt der Gesellschaft. Filme über Homosexualität, Flüchtlinge und Krisengebiete weltweit sollen aktuelle gesellschaftliche Themen und Probleme aufzeigen.
Wir haben für euch fünf Filme zusammengestellt, die ihr nicht verpassen solltet.

A Syrian Love Story (2015)

Was passiert, nachdem man vor dem Krieg in Syrien geflohen ist? Für das Ehepaar Amer und Raghda löst die Flucht nach Frankreich unterschiedliche Gefühle aus. Denn während Amer den Frieden genießt und sich diesen aus der Ferne auch für seine Heimat wünscht, kann seine Frau mit den Schuldgefühlen nicht leben. Sie möchte zurück, um sich aktiv für die Freiheit und den Frieden in Syrien einzusetzen.

„A Syrian Love Story“ eröffnet das Human Vision Festval am 7.März um 19.00. Nach dem Film folgt ein Videogespräch mit dem Regisseur Sean McAllist.

Inside the Chinese Closet (2016)

Regisseurin Sophia Luvarà begleitet in dieser Dokumentation Andy und Cherry bei ihrem nicht enden wollenden Versuch, ihre Eltern nicht zu enttäuschen. Denn Homosexualität ist für diese eine Schande, sie auszuleben ist für keine der beiden eine Option. Deshalb sucht Andy nach einer Scheinehefrau, während Cherry’s Eltern darauf bestehen, dass sie von ihrem Scheinehemann ein Kind bekommt.

„Inside the Chinese Closet“ wird am 8. März um 18.30 gezeigt.

Austerlitz (2016)

Wie verhält man sich als Besucher in einer KZ- Gedenkstätte und warum machen Menschen Fotos und Videos vor ihnen. Vergangenen Jänner erhielt dieses Thema bereits durch das Projekt Yolocaust viel Aufmerksamkeit. Der Regisseur Sergei Loznitsa beobachtet in seiner Dokumentation “Austerlitz” eben diese Menschen, die in ihrem Urlaub KZ- Gedenkstätten besuchen.

Das Human Vision Festival zeigt „Austerlitz“ am 9.März um 18.15.

Those Who Jump (2016)

Die Grenze zwischen Marokko und Spanien ist mit drei Zäunen gesichert. Durchzukommen ist nahezu unmöglich, für viele Geflüchtete aus Afrika ist es aber der einzige Weg in die Freiheit. So etwa für den aus Mali stammenden Abou Bakar Sidibé. Er filmt seinen Alltag in einem inoffiziellen Camp nahe der Grenze und seine Versuche, diese zu überqueren.

„Those who jump“ wird am 10.März ab 18.30 gezeigt.

Notes on Blindness (2016)

Nachdem der Autor und Theologe John Hull 1983 erblindet, beginnt er, seine Gedanken über sein neues Leben aufzunehmen. Er erzählt von der Verzweiflung über sein Schicksal, davon, dass er langsam vergisst, wie seine Frau und Tochter aussehen. Insgesamt entstehen so über 16 Stunden Audiomaterial, das der Regisseur Peter Middleton als Vorlage für „Notes on Blindness“ verwendet.

„Notes on Blindness“ ist das Finale des Festivals und wird am 11. März um 20.15 gezeigt.

 

Das Human Vision Festival findet von Dienstag, 7. bis Samstag, 11. März im Spielboden Dornbirn statt. Das komplette Festivalprogramm findet ihr hier.

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