EMAF 2010

Zum Thema »Mashup« überschritten die Positionen der internationalen Künstler die Bereiche gewohnter Medienrezeption und -konzeption.

Bereits seit 1981 gastiert das »EMAF« am Rande von Niedersachsen, nur einen Steinwurf von Münster entfernt. Die hübsche Altstadt bietet dabei einen schönen Kontrast zu den vorgestellten Arbeiten aus den Bereichen Medienkunst, Installationen und einem abwechslungsreichen Kunstfilmprogramm.

Das Remixen als Kunst- und Kulturtechnik wird in der Arbeit »Cadavre Exquises Vivantes« zum Thema gemacht. Die digitalen Videocollagen als lebendige Portraits schreien gegen die Konservativität der starren Bilder an den Wänden unser Wohnräume. Die österreichische Künstlerin Susanne Schuda führt den Betrachter in ihrer interaktiven Videoinstallation »The Bir(d)th a.k.a. Die Schudas Reloaded« durch die Psyche einer von Angst, Ichbezogenheit und medialer Abhängigkeit geprägten Familie. Die sprachliche und bildliche Rhetorik dieser Soapopera verschmelzen zu einem Konstrukt fesselnder Absurdität und gelöster Ernsthaftigkeit.

Die Vorführung der 170 Kurz- und Langfilme bildeten das Herzstück des »EMAF«. Besonders die gezeigten Animationsfilme, wie z.B. »Parade« von "Pierre Emanuel Lyet" oder »Viola: The traveling rooms of a little giant« von "Shih-Ting Hung" überzeugten durch ihre Qualität und ihren Einfallsreichtum. Ein besonderes Highlight bildete sicher das mitternächtliche Screening zweier 50er Jahre Horrorklassiker von "Jack Arnold". »Gefahr aus dem Weltall« und »Der Schrecken vom Amazonas« flimmerten dank der Retro Rot/Grün Brillen in herrlichem 3D von der Leinwand. Die Ausstellung, in der auch das gesamte Filmprogramm auf mehreren Rechnern gesehen werden kann, läuft noch bis zum 24. Mai 2010.

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