Tales Of Monkey Island

Der mächtigste Pirat der Karibik ist wieder da. Feine Dialoge und gelungene Animationen machen ebenso Freude wie Anspielungen auf die Adventure-Originale. Leider im Gegensatz zur Steuerung.

9 Jahre ist es her als wir das letzte mal dreckige Piraten im Beleidigungs-Fechten besiegt, dreiköpfigen Affen hinterher gejagt und faulige Zombiepiraten mit Vodoo-Puppen gepiesackt haben. Telltale lässt die alten Geister wieder auferstehen und macht dabei so vieles richtig … aber leider nicht alles. Wieder einmal muss Guybrush seine geliebte Elaine aus den Klauen des Zombiepiraten LeChuck befreien und stolpert dank seiner ungeschickten Art von einem Abenteuer ins nächste. Im Gegensatz zu den »Sam ’n Max«-Episoden zieht sich nun ein klarer Faden durch die fünf Teile. Dabei begegnet man neben alten Bekannten wie dem sprechenden Schädel Murray und dem nervösen Stan auch einem Haufen neuer Charaktere, die sich gut in das Setting einpassen. Allerhand skurrile Rätsel greifen das alte Flair der Serie wieder auf, wenn auch nicht in ebensolcher Qualität. Veteranen werden sich über die Anspielungen an die Vorgänger freuen, aber auch Neueinsteiger werden köstlich unterhalten, was vor allem an den sehr guten Dialogen und den gelungenen Animationen der Charaktere liegt. Völlig unklar ist allerdings, warum man dem schlaksigen Piraten eine so umständliche Steuerung verpasst hat, ein Manko, das schon dem vierten Teil der Serie das Genick gebrochen hat. Auch wenn »Tales Of Monkey Island« an die Qualität seiner Vorgänger in fast allen Punkten nicht heranreicht, bietet es gute Unterhaltung für Fans und solche, die es noch werden wollen.

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