Ginsberg wollte meinen Körper

Dem Mann entkommt man dieser Tage nur schwer. David Schalko präsentiert mit Ursula Strauss ein Kochbuch, läutet eine neue Staffel der Sendung Ohne Namen ein, stellt Braunschlag vor und kündigt ein Drehbuchduett mit Daniel Kehlmann an. Wie viele Stunden passen in einen Schalko-Tag?

David Schalko schwingt das Sakko über die Sessellehne, das Cafe Ritter auf der Wiener Mariahilferstraße wird vom Tageslicht spätsommerlich ausgeleuchtet. Nein, rauchen ist nicht mehr. Seit dem "Aufschneider"-Drehs raucht er nur mehr, wenn er trinkt. Tee darf es sein. Der Herbst liegt in der Luft, aber Wien schaut weg und wehrt sich beharrlich mit trotzigem Kurzarmoutfit. Schalkos Haare sind länger als erwartet, wohl ein Resultat der Ferien am Land. Kommendes Jahr wird er 40 – sein Alter erwähnt er immer wieder. Zwischen einem leicht überraschten "gut" auf die Frage nach dem Befinden und einem Sommergewitter, das Schalko kommen fühlt, spricht der ORF-Qualitäts-Vorzeigemann über seinen "Haussender", seine Ängste, Dallas und Allen Ginsberg. Sein Tee darf eine Dreiviertelstunde ziehen, bevor Schalko ihn wieder bemerkt.

Sport?

Nein, leider. Bis 18 war ich sehr sportlich und dann mit der Matura: aus. Völliges Gehenlassen.

Bist du mit Kabelfernsehen aufgewachsen?

Ja, ich bin aber auch noch ohne Kabelfernsehen aufgewachsen – so alt bin ich schon. Da gab’s sogar noch das Viertel-Telefon. Man musste immer warten, wenn der Nachbar gesagt hat, er erwartet ein wichtiges Gespräch, man soll bitte die nächste Stunde nicht telefonieren. Irgendwann Mitte der 1980er haben wir dann Kabelfernsehen bekommen, da war natürlich MTV das prägende.

Wie wurde in deiner Kindheit Weihnachten gefeiert und wie feierst du als Vater zweier Töchter?

Stille Nacht kam damals von einer Schallplatte, jetzt kommt es von einer CD. Es ist eine Mischung aus dem, wie meine Frau Weihnachten als Kind gefeiert hat und wie es bei mir war. Wir machen die Bescherung mit den Kindern in der Früh. Sie wachen am 24. auf und das ist dann fast netter. Ich find’s ja auch blöd, dass zu Weihnachten alles unter dem Konsumwahn stattfindet und es nur um Geschenke geht. Ich finde es angenehm, wenn das ein schöner Familientag ist. Ein ruhiger Familientag.

Hattest du jemals einen Unfall, der Dich das Leben mit anderen Augen sehen ließ?

Einen Unfall? Ich hatte viele einschneidende Erlebnisse was das betrifft. Selbstmorde von Bekannten, wo man aufwacht und das Leben neu zu schätzen lernt. In meinem Alter ist man leider sehr oft damit konfrontiert, dass immer mehr Leute sterben. Das macht einem aber auch die Qualität des Lebens bewusst.

Was ist deine lästigste Geruchserinnerung?

Extrawurst als Kind. Da habe ich einmal in eine Tiefkühltruhe im Supermarkt gespieben weil mir so gegraust hat. Jetzt ist es Zimt, wenn ich Zimt rieche, muss ich an einen Tequilarausch mit 16 denken, bei dem ich auch gespieben hab. Seither kann ich keinen Zimt mehr essen. Das hat sich konditioniert.

Gibt es in deinem Leben eine Angst, wo man zwar weiß, dass sie rational völlig unbegründet ist, die einen aber immer wieder überrascht?

Höhenangst und Klaustrophobie habe ich beides. Sehr stark. Es ist schwierig. Wenn man ein 20-stöckiges Haus zu Fuß rauf gehen muss, überwindet man die Angst eher als wenn es dreistöckig ist. Drei Stöcke gehe ich aber zu Fuß. Aufzüge und enge Räume sind ein Problem. Ich hatte früher Flugangst, die hab aber ich durchs viele Fliegen eigentlich verloren. Im Alter ist dann die Höhenangst gekommen, die hatte ich früher nicht. Die kam.

Wie viel Cut-up Methode von Burroughs steckt in der SON?

Cut-Up ist es eigentlich nicht, weil Cut-Up beruht ja darauf, dass man einen Text zerschnipselt und ihn dann zufällig zusammenwürfelt. Die Sendung Ohne Namen ist aber nicht zufällig zusammenwürfelt, das Bild hat ja immer etwas mit dem Wort, das gesagt wird, zu tun. Insofern wenig Cut-Up Methode. Aber die Ästhetik ist eine ähnliche wie bei den Kurzfilmen von Burroughs und Gysin. Wie man das auch von Musikvideos kennt.

Hast du darüber auch mit Allen Ginsberg gesprochen? Du hast ihn ja einmal getroffen.

Ich glaub, Ginsberg hat sich in erster Linie für meinen Körper interessiert. (Schalko lacht) Nach einer Stunde war ihm dann klar, dass da nichts zu holen ist, dann war ich nicht mehr so interessant für ihn. Ich hab natürlich versucht, ihn über die Beatnik auszufratscheln. Er war sehr freundlich und sehr lustig. Es waren aber auch sehr viele Leute an diesem Tisch. Das war im Rahmen der Schule für Dichtung. Ewig her. Locker 20 Jahre. (Ginsberg war 1993 für die "analoge klasse": "mind writing slogans" zu Gast bei der Schule für Dichtung, Anm.) Ginsberg war ein alter, dicker Mann, der aber sehr liebenswürdig war und sehr offen – für junge Männer. Aber mich hat Burroughs immer mehr interessiert. Ginsberg war mir immer zu hippie-esk. Burroughs fand ich viel revolutionärer und radikaler. Ich finde auch, dass Burroughs letztendlich kein richtiger Beatnik-Schrifsteller ist, weil er eigentlich über etwas anderes schreibt. Er war älter als die anderen, aus einem anderen Milieu und hatte einen ganz anderen Blick auf die Welt.


Wie ging es dir mit dem letzten Teil der Piefke Saga?

War das der, wo sie das Gras heben und dann schauen, ob da Mist drunter ist? Das fand ich ein bisschen albern, aber die ersten drei Teile waren toll. Wirklich toll und super geschrieben von Mitterer muss man sagen. Es ist aber oft so, dass bei Fortsetzungen, die Dinge ein bisschen albern werden, weil sie sich selber überhöhen müssen. Das ist genau der Grund warum ich keine Fortsetzung von Braunschlag machen will, weil es genauso wäre.

Eine Fortsetzung von Braunschlag war also ein Thema?

Es gab den Wunsch aber ich hab von Anfang an gesagt, dass ich das nicht will.

Mir ging es mit dem letzten Piefke Saga-Teil wie mit dem letzten Drittel von Braunschlag: es war grenzwertig, die Charaktere tragen nicht und mir scheint der Kunstgriff mit dem Keller, das unterbringen zu müssen, zu gewollt. Nachvollziehbare Kritik?

Wirklich? Diese Kellergeschichte basiert eigentlich auf einer Kurzgeschichte von mir, die ich vor ein paar Jahren schon geschrieben habe. Ich wollte eigentlich der Frau Berner eine Geschichte geben, die als einzige Figur sechs Folgen lang keine eigene Geschichte hatte. Natürlich gehört das sehr zu Niederösterreich dazu. Ich fand es spannend, ein Thema das so gar nicht humoristisch ist, humoristisch aufzubereiten, ohne dass es die Würde verliert. Das war für mich das Wichtigste.

Womit rechnest du bei der ORF-Ausstrahlung?

Braunschlag ist ja schon länger draußen und falls jemand reagieren hätte wollen, dann hätte er das schon längst gemacht, denke ich. Ich glaub nicht, dass da jetzt was kommt. Und wenn, ist es auch wurscht.

Was sagst du zu Ulrich Seidls Blasphemieklage?

Seidl hatte die Abnahme seines Films ein paar Tage bevor wir Braunschlag abnahmen. Lorenz (Wolfgang Lorenz, Programmdirektor Fernsehen ORF, Anm.) hat mir damals schon von dieser Szene erzählt. Ich dachte mir, die Onanierszene mit den Priestern wird ein Problem in Braunschlag. Lorenz meinte dann aber, er war gerade bei der Seidl-Abnahme und Braunschlag sei dagegen ein völliges Kinkerlitzchen. Das können wir ruhig drinnen lassen.

Kann das heute grundsätzlich noch passieren, das Fernsehen derart aufregt?

Es gibt unterschiedliche Leute mit einer unterschiedlichen Bereitschaft, sich über etwas aufzuregen. Es gibt Leute, die sich über jeden Blödsinn aufregen und die werden sich dann genauso übers Fernsehen aufregen. Natürlich ist es schwieriger heute zu provozieren. Wobei, Beckett sagte ja einen schönen Satz: In so aufgeregten Zeiten wie heute ist das einzige, das noch schockiert, Langeweile. Den Satz fand ich immer irgendwie ganz gut. Die Frage ist ja eher, will man Aufregung oder soll es um etwas anderes gehen.

Weißt du noch welches Buch, das erste war, das du zweimal gelesen hast?

Ulysses – beim ersten Mal hab ich ihn nicht verstanden. Ein paar Jahre später hab ich ihn deshalb noch einmal gelesen. Es kann aber sein, dass ich Pippi Langstrumpf auch zweimal gelesen habe und ich weiß es nicht mehr.

Haben Bücher und Filme oder Platten bei dir ein inneres Ablaufdatum oder bist du so ausgeglichen, dass dich ein Buch jahrelang anstarren kann ohne dass du Schuldgefühle bekommst?

Das hatte ich früher, dass ich mich von Büchern sozusagen versklaven ließ. Inzwischen bin ich soweit, dass ich aufhöre zu lesen, wenn mich ein Buch nach 30 Seiten nicht interessiert. Man muss ein Buch nicht fertig lesen. Man muss auch nicht alles lesen.

Was würdest du machen, an unwiderruflichen Entscheidungen, wenn du einen Tag lang ORF General sein könntest?

Ich würde den öffentlich-rechtlichen Sender von der Abhängigkeit durch die Werbung erlösen und ihn zu einem reinen gebührenfinanzierten Sender machen.

Was ist für dich spontan die großartigste Filmszene ever?

"Es War Einmal In Amerika" wo es während einer Szene zu regnen beginnt und sich die Maske einer Schauspielerin löst und aus einer 80-jährigen Frau wieder eine 16-jährige wird. Eine zufällig gedrehte Szene, es begann einfach zufällig zu regnen. Ich finde es toll, wenn solche Sachen zugelassen werden und der Zufall der perfekte Dramaturg wird. Einfach schön.

Wie bildest du dir deine politische Meinung?

Ich wurde auf viele Arten politisch sozialisiert, aber nie parteipolitisch. Das finde ich im Nachhinein auch sehr gut. Ich würde mich aber eher als linken Menschen einschätzen denn als rechten. Für mich war aber eher immer wichtig, nie in der Meinung so festgefahren zu sein, dass man aufhört, über Dinge nachzudenken. Das bedeutet nicht, dass man so beweglich ist, dass man Opportunist wird. Grad bei politischen Themen ist es sehr wichtig, zuhören zu können. Die Sinne offen zu halten und sich nicht in Ideologie zu versteifen.

Ich werde im Alter immer apolitischer. Mit 18 war ich noch sehr politisiert. Je älter ich werde, desto weniger politisch im klassischen Sinn werde ich. Man wird eher zum Humanisten, ist mein Gefühl. Man versteht auch das Schlechte im Menschen und akzeptiert es auch.

Was würde Thomas Bernhard heute über Österreich sagen?

Das gleiche wie vor 30 Jahren, es hat sich auch nicht sehr viel verändert, muss man sagen. Die interessantere Frage wäre, ob Thomas Bernhard eine Facebook Seite hätte? Wahrscheinlich nicht.


Heute reden Menschen nicht mehr über neue Platten sondern über Serien: Wie geht es dir als Schöpfer von Werken, die derart relevant sind?

Damit geht es mir gut, weil es die eigene Arbeit relevanter macht. Es ist sicher richtig, dass die Leute heute mehr über Fernsehserien sprechen, als auch über Filme, eigentlich. Die Fernsehserie ist, glaube ich, im Moment das relevanteste Genre, das dem Roman von der Erzähltiefe her am nächsten kommt. Ich finde es eher schade, dass es zu so einer Entwertung der Musik gekommen ist. Da kann man aber nicht nur den Medien, also der Technologie, die Schuld geben. Das hat schon was damit zu tun, wie die Leute damit umgehen. Man hat sich die Musik selbst entwertet und damit etwas weggenommen.

Gab es für dich ein Erweckungserlebnis bei einer Serie?

Die wichtigste Serie für mich war Dallas. Als Kind musst ich jeden Dienstag Dallas schauen, weil wir nur einen Fernseher hatten und meine Mutter immer Dallas geschaut hat. Ich habe, glaube ich, alle Dallas-Folgen gesehen. Das hat mich am meisten geprägt. Eigentlich machen gute Serien alle das gleiche, ob Dallas oder Twin Peaks: sie arbeiten ganz stark mit dem Cliffhanger-Prinzip. Bei Twin Peaks war ja fast jede Szene ein Cliffhanger. Total geschickt gebaut, obwohl die selbst eigentlich keinen Plan hatten mit der Geschichte. Alleine, dass jede Szene versprochen hat, dass jetzt etwas kommt – da ist man immer drangeblieben.

Wie konservierst du deine Ideen?

Früher hatte ich Notizbücher, jetzt habe ich ein digitales Notizbuch im iPhone. Herrlich, man kann es sich selbst mailen.

Wie merkst du, dass etwas gut ist?

Wenn es nicht schlecht ist.

Besprichst du das mit deiner Frau oder mit Kollegen – wie wird getestet?

Ich find’s mittlerweile sehr gut, vor allem geschriebene Sachen auch anderen Leuten zu zeigen.

Siehst du in Österreich einen Politiker der einmal eine ähnlich unantastbare moralische Instanz werden könnte wie es Helmut Schmidt in Deutschland heute ist?

Im Augenblick? (Kurzes Zögern) Nein.

Du setzt dich für die Studenten ein, sagst, dass bewaffneter Widerstand unter gewissen Umständen zu rechtfertigen ist. Da klingt Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Veränderungen durch, auch Ungehorsam und Courage. Bist du mit dir selbst in dieser Hinsicht zufrieden? Oder: könntest du mehr tun, um deine Ausstrahlung zu nutzen?

Bei meinen Sendungen muss ich mir eigentlich keine Vorwürfe machen, da haben wir uns schon bei vielen Sachen nicht sehr viele Freunde gemacht. Vor allem während der schwarz-blauen Koalition. Da haben wir viele Formate gemacht, die sich gegen diese politische Kultur gestellt haben. Das war damals nicht leicht. Aber die Courage, die man heute braucht ist letztendlich in einem ungefährlichen Raum – das ist eine Frage, ob es jemand zulässt oder nicht. Und nicht vergleichbar mit der Nazizeit, zum Beispiel. Überhaupt kein Vergleich. Und ob ich genug Courage gehabt hätte in der Nazizeit einen Juden zu verstecken, das weiß ich auch nicht. Wir sind alle in einer wahnsinnig luxuriösen Situation, wo was heute unter Courage läuft eigentlich auf einem sehr niedrigen Courage-Niveau stattfindet.


Du sagst in einem ZEIT-Artikel, dass Litschau und Umgebung (wo Braunschlag gefilmt wurde) ein untypisches Setting ist für eine österreichische TV-Serie, …

Naja, das Landleben wird in Österreich oft sehr lieblich dargestellt oder idyllisch. Die Leute, die am Land leben, empfinden das aber, glaube ich, nicht so. Ich glaub, auch Leute die am Land leben, gehen selten in die Natur, sondern sitzen eher zuhause und igeln sich ein. Oder sie sitzen meistens im Auto und fahren irgendwo hin, weil du ja alles mit dem Auto machen musst. Eigentlich ist das Landleben sehr monoton, was ich auch interessant daran finde. Und es ist auch sehr rough.

Was definierst du als authentisch bei Braunschlag?

Es ist sehr authentisch, weil es eine Gegend, die ich sehr gut kenne. Die Figuren, die gespielt werden sind alle auch so in der Realität zu finden. Es ist eigentlich eine sehr naturalistische Serie, die kaum aus Übertreibungen besteht. Es war schon wichtig, dass es eine authentische Serie ist, die ganz klar dort spielt.

Kannst du etwas über die geplante Daniel Kehlmann Geschichte sagen? Wann kann man damit rechnen?

Das haben wir das ganze Drehbuch gemeinsam geschrieben. Wir versuchen gerade, das zu finanzieren. Mal schauen, ob wir dafür Geld bekommen. Es ist also noch gar nicht damit zu rechnen. Das ist ein langer Weg.

In der ZEIT schreibst du über den Braunschlag-Dreh du hättest "Vor allem aber hilfsbereiten Menschen (getroffen), die nicht vom Geld verdorben waren." Ist das eine Thema für dich: vom Geld verdorben zu werden?

Geld verändert dein Leben dahingehend, dass es Trägheit reinbringt, weil du dir über Dinge einfach keine Gedanken mehr machen musst. Das hat einen trägen Moment und einen Moment der Unaufmerksamkeit in sich. Das meine ich mit verdorben sein, nicht, dass man ein schlechterer Charakter ist. Es gehen ein paar Dinge abhanden, die sich damit erübrigen.

Was machst du, damit das für dich keine Gefahr wird?

Ich bin schon so gesättigt. (lacht) Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich nun schon seit etwa zehn Jahren keine finanziellen Probleme mehr habe. Ich bin jetzt nicht reich, aber ich muss mir nicht überlegen, wie ich nächsten Monat meine Miete bezahle, oder ob ich eine Woche auf Urlaub fahre. Aber ich kenne es anders auch. 10 Jahre lang habe ich fast überhaupt kein Geld verdient. Aber man lebt dann halt auch anders. Man muss sich mehr Gedanken machen, wie man einen Urlaub organisiert, der möglichst nichts kostet. Da muss man mehr darüber nachdenken. Aber es kann ja auch sein, dass ich in zwei Jahren wieder kein Geld habe. In diesem Beruf ist es wirklich schwierig, vorauszusagen, was mit einem passiert. Aber ich habe immer das Gefühl dorthin wieder zurückzukönnen, das ist mir wichtig.

Wie ist es zu der Geschichte in Der Zeit (Wartet nur, bis Frau Iris kommt!) gekommen, als Du mit dem Bundespräsidenten auf Staatsbesuch warst?

Ingo Pertramer, ein sehr enger Freund von mir, ist immer zu den Staatsbesuchen mitgefahren. Er kennt den Bundespräsidenten schon sehr lange und sehr gut. Ich wollte mir das einfach einmal ansehen, hab Joachim Riedl von Der Zeit angerufen und ihn gefragt, ob es möglich wäre, da einmal mitzufahren.

Wie hat sich die Wahrnehmung der Politikerelite dadurch geändert: wurden sie menschlicher oder eine Spur unheimlicher?

Du merkst, wie klein Österreich ist und wie eng alle miteinander befreundet sind. Also auch Journalisten und Politiker, es ist ein sehr kleines Land wo sich alle sehr gut kennen. Weil sie irgendwann gemeinsam studierten,… Das erklärt sehr viel über die österreichische Gesellschaft, wenn man nicht aus den Augen verliert, dass es hier nicht sehr weitläufig ist was gewisse Kreise betrifft. Das hat Vor-, und Nachteile.

Was hörst du momentan?

Das letzte Popalbum war von Jack White, das fand ich ganz gut. In den letzten Wochen habe ich lustigerweise irrsinnig viel Klassik gehört. Ich habe Phasen, wo mir Popmusik irrsinnig auf die Nerven geht. Das ändert sich immer. Immer öfter höre ich auch keine Musik. Oder Internetradio – da kann man sich Literatursendungen der BBC anhören kann. Das ist schon super. Radiosendungen surfen, irgendwelche karibischen Radiosendungen – das finde ich super.

Die 8 x 45minütige Serie "Braunschlag" von David Schalko mit Roman Palfrader und Nicholas Ofczarek in den Hauptrollen läuft ab 18. September 2012 jeweils dienstags um 21.05 Uhr auf ORF eins.

Bild(er) © Werner Streitfelder
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