Leonardo Cabrio bringt die längst überfällige Hymne an Rudolfsheim-Fünfhaus

Jenseits des Gürtels will RH5H Kultbezirk werden und ist mit seinem anhaltenden Hype auf dem besten Weg dazu. Newcomer Leonardo Cabrio liefert eine Ode an sein Grätzel.

Zwischen Crime und Gentrifizierung geht verstärkt die Mär, Rudolfsheim-Fünfhaus sei der up and coming Bezirk Wiens. Mit starken Personae wie Maximilian (Be-)Zirkowitsch und kulturellen Bereicherungen wie der Galerie Improper Walls macht 1150 viel, um seinen berechtigten Platz in der gedachten Karte Wiens auszubauen. RH5H ist auch wohnungstechnisch angesagt – die Zukunft des Bezirks sieht rosig aus. Darin liegt aber schon der Konflikt: Man identifiziert sich in Rudolfsheim eben auch durch den Peripheriecharme, der lange Fernsein von Bobos bedeutete.

Jetzt kommt Newcomer und Cloud-Rapper Leonardo Cabrio ins Spiel, der der ganzen Grätzelentwicklung endlich seine Hymne liefert. Zugegeben: Wortspiel-Name, Rolltreppen-Slo-Mo und Bauchtaschen-Ästhetik sind Versatzstücke des Genres. Title Fight zu sampeln dagegen nicht. „Rudiheim“ trifft den Charme des Bezirks jedenfalls sehr genau und die ironisch anmutende drogige Attitüde haben Cloud und Rudolfsheim wohl gemeinsam. Leonardos Cabrio-Tour geht von der Stadthalle über Gablenzgassen-Sandler hin zum Etsan – „so geht’s da zua, in Rudiheim hast nie dei Ruah“.

Leonardo Cabrio ist hier auf Soundcloud zu finden, auf Bandcamp gibt’s den Track gratis zum Download. Genauer mit dem 15. Bezirk haben wir uns hier auseinandergesetzt.

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