Build a Nation

Nun, die Erkenntnis, dass die Bad Brains, gestartet in Washington D.C., zu voller Pracht entwickelt in New York, zu den besten und größten Bands gehören, die jemals auf diesem Planeten Musik gemacht haben, ist ja keine einsame mehr. Im Gegenteil, diese Wahrheit greift um sich, nicht zuletzt dank einer wahrlich historischen DVD („Live at CBGB […]

Nun, die Erkenntnis, dass die Bad Brains, gestartet in Washington D.C., zu voller Pracht entwickelt in New York, zu den besten und größten Bands gehören, die jemals auf diesem Planeten Musik gemacht haben, ist ja keine einsame mehr. Im Gegenteil, diese Wahrheit greift um sich, nicht zuletzt dank einer wahrlich historischen DVD („Live at CBGB 1982“) und der prominenten Rolle der Band in der Dokumentation „American Hardcore“.

Da kommt es gerade recht, dass die vier Rastafari-Punk-Hardcore-Götter mit „Build a Nation“ schlanke zwölf Jahre nach dem inferioren „God of Love“ ein mehr als passables neues Studioalbum – erst das sechste in ihrer 28-jährigen Geschichte! – vorgelegt haben. Umso erstaunlicher, muss die Band dabei doch mit einem recht weggesprengten oder freundlicher formuliert: weitgehend abwesenden Sänger und Texter das Auslangen finden – die Beiträge des früheren Stimm-Magiers H.R. sind eher erratisch. Anderseits ist selbst ein erratischer H.R. um Welten faszinierender als so viele andere Klischeevokalisten „harter“ Musik. Bei den Reggae-Tunes (fünf von 14) ist er ohnehin ein Quentchen mehr „da“ und bei den herrlich entgrenzt dahin galoppierenden Trashern und Core-Übungen haben Dr. Know (Gitarre), Darryl Jenifer (Bass), Earl Hudson (Drums) und Produzent Adam Yauch von den Beastie Boys so was von ganzer Arbeit geleistet, dass es eine wahre Freude ist. Bless the Bad Brains!

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