Strangers

2009 hat er die Felice Brothers verlassen, jetzt veröffentlicht Simon Felice sein zweites Album unter eigenem Namen – bestrickende amerikanische Songkunst.

Sagen wir es einmal so – nicht nur die Lektüre seines Debütromans "Black Jesus" legte nahe, dass Simon Felice kein Mann ausgelassener Heiterkeit und schenkelklopfender Albernheit ist. Nach dem recht munteren Auftakt mit dem wunderbaren "Molly-O!" drosselt er das Tempo merklich und läßt seinen Songs, die eine fragwürdige Kategorisierung wie „Americana“ durch ihre Schönheit und ihren ausgeprägten Charakter obsolet machen, alle Zeit der Welt. Das ist ähnlich (schichten)reich und weit/tiefreichend wie das, was der Brüderverband Felice Brothers 2011 mit der großartigen "Celebration, Florida" veröffentlicht hat, eine betörende Wundermusik, bei der sich der hörende Mensch in jeden Song für sich verlieben kann, nein, muss.

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