Widerstand

„Eine schwarze Komödie sexueller Missgeschicke“, so nennt Stretch, hauptberuflich Sänger von „(We are) Performance“, das Kraftpacket an Literatur, in dem er Models, Jungakademiker, Stripperinnen und Tagediebe einige Monate durch ihr Leben begleitet. Fein und sauber verstricken sich die Geschichten ineinander, dann und wann ein Strohfeuer an Hoffnung, doch eines ist allen Protagonisten wie auf dem […]

„Eine schwarze Komödie sexueller Missgeschicke“, so nennt Stretch, hauptberuflich Sänger von „(We are) Performance“, das Kraftpacket an Literatur, in dem er Models, Jungakademiker, Stripperinnen und Tagediebe einige Monate durch ihr Leben begleitet. Fein und sauber verstricken sich die Geschichten ineinander, dann und wann ein Strohfeuer an Hoffnung, doch eines ist allen Protagonisten wie auf dem Leib geschrieben: Wer Glück sucht wird Pech finden. In der Tradition eines Irvin Welshs („Trainspotting“) lotet der englische Newcomer mit seinem Romamdebüt „Widerstand“ die Grenzen des Erträglichen aus, bleibt aber dabei stilistisch nichts schuldig. In Zeiten wo diverse „Feuchtgebiete“ den Markt erobern, tut dieser Mann wirklich gut, der durch rasiermesserscharfe Literatur sämtliche frivole Sumpflandschaften trockenlegt.

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