Von Eisberg bis Menschenburger – die kreativsten PR-Aktionen zum Start von Kultserien

Plakate und Trailer reichen nicht mehr aus, um einen Serienstart so richtig zu pushen. Bei „Game Of Thrones“ etwa wird auf einen schmelzenden Eisblock gesetzt.

Seit Ende der sechsten Staffel fiebern Fans neuen Folgen von „Game Of Thrones“ entgegen. Egal, wo man sich im Internet herumtreibt, an der Serie – ebenso wie an ihren Fans – kommt man nicht vorbei. Ihre Macher wollten uns mit dem Starttermin der siebten Staffel jetzt besonders auf die Folter spannen. Sie richteten deshalb gestern Abend einen Live-Stream auf ihrer Facebook-Seite ein. Zu sehen ist ein Eisblock, darin enthalten: eine Tafel mit dem Startdatum. Klingt absurd? Bis zu 160.000 gleichzeitige Zuschauer sahen das anders und beobachteten, wie das Eis langsam schmilzt.

„Game Of Thrones“ ist aber nicht die einzige Serie, die das Interesse der Fans auf ungewöhnliche Weise zu wecken versucht. Wir haben für euch einige andere PR-Stunts zusammengestellt, die sich von langweiligen Fernsehtrailern deutlich abheben.

Vermisst

Vor dem Start des Zweiteilers platzierte der ORF zahlreiche Werbeplakate. Auf diesen war das Foto eines jungen Mädchens abgebildet. Darunter der Satz „Vermisst: Alexandra Walch, 17“. Die Sache stellte sich als gelungener PR-Gag heraus: Der Film mit Emilia Schüle erreichte knapp 700.000 Menschen.

Twin Peaks

Ähnlich wie bei „Vermisst“ werben auch die Macher des „Twin Peaks“-Revivals mit Vermisstenanzeigen. In einigen Orten Australiens hängen seit ein paar Tagen Plakate mit dem Foto von Laura Palmer, um deren Tod sich die Story der Originalserie aus den 90ern entspinnt.

Doctor Who

Bei „Doctor Who“ gilt folgende Faustregel: Sobald du dich an einen Doctor gewöhnt hast, wird er durch einen neuen ersetzt. Zum 50. Jubiläum sollte dieser Wechsel besonders spektakulär werden. Deshalb schenken die Serienmacher einem der Lieblingsdoktoren, David Tennant, in dem Special „Doctor Who: Der Tag des Doktors“ einen 75-minütigen Abschied, inklusive Einführung des neuen Doktors Matt Smith, der für die darauf folgende Staffel werben sollte.

Santa Clarita Diet

Für die neue Netflix-Serie mit Drew Barrymore entschied sich der Streaming-Dienst dazu, etwas andere Serienplakate einzusetzen. Diese zeigen beliebte Fast-Food-Gerichte – aber statt Berliner Currywurst gibt’s Würstelfinger bzw. einen ziemlich herzhaften Burger. Für einige Passanten waren die Plakate zu extrem, in Berlin wurden sie deshalb wieder abgehängt.

The Walking Dead

Auch „The Walking Dead“ orientierte sich am Thema Essen. Zum Start der fünften Staffel entwickelte der britische Küchenchef James Thomlinson einen Menschenburger. Inspiriert wurde das Rezept bestehend aus Rindfleisch, Kalbfleisch, Hühnerleber und Knochenmark von dem Autor William Seabrook, der in seinem Buch „Jungle Ways“ über den Geschmack von echtem Menschenfleisch schreibt.

Gilmore Girls

Die Tatsache, dass die „Gilmore Girls“ wieder zurückkommen, sorgte bei vielen schon für genug Aufregung. Netflix wollte aber einen möglichst großen Werberummel um den Start der neuen Folgen schaffen. Über 200 Cafés in Amerika wurden deshalb am 5. Oktober 2016 zu Luke’s Diner umgewandelt, inklusive stilechter To-go-Becher.

Die Simpsons – Der Film

Um 2007 für den „Simpsons“-Film Werbung zu machen, wurden ein Dutzend Filialen der amerikanischen Supermarktkette 7-Eleven in Kwik E-Marts umgewandelt. Kunden konnten dort die originalen Lebensmittel aus der Serie kaufen – etwa Buzz Cola, Duff Beer oder Krusty O’s.

 

Die siebte Staffel der HBO-Serie „Game Of Thrones“ startet am 16. Juli 2017. In Österreich und Deutschland ist sie bei Sky zu sehen.

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