Eine sterbende Kuh, der Mythos um Dracula, Elternschaft und transkulturelle Brieffreund*innenschaften: Die Diagonale hat auch 2026 wieder thematisch vielfältige Spiel- und Dokumentarfilme sowie Experimentelles zu bieten. Hier einige Highlights.
Dokumentarfilm lang
All My Sisters

Die Situation im Iran und die dortigen »Frau, Leben, Freiheit«-Proteste bewegen Menschen auf der ganzen Welt. Wie das Leben von Mädchen und jungen Frauen im Iran aussehen kann, zeigt »All My Sisters«. Achtzehn Jahre lang begleitet Massoud Bakhshi seine beiden Nichten – sie werden älter und ihr Leben wird zunehmend eingeschränkt.
21. März, 14 Uhr, Kiz Royal Kino 1 — 22. März, 17:45 Uhr, Schubertkino 2
Croma

Geschlechterrollen und gesellschaftliche Konventionen hinterfragen, das möchte »Croma«. Manuel Abramovich lässt Kinder sowie Erwachsene vor einem Greenscreen sinnieren, was ein Mann, eine Frau oder eine trans Person ist. Identitäten, Wünsche und Zukunftsperspektiven werden sichtbar, ebenso Ängste und Enttäuschungen.
19. März, 14 Uhr, Schubertkino 2
Mit Ästen bis zum Himmel

Wie leben blinde beziehungsweise sehbeeinträchtigte Menschen? Katharina Copony begleitet Schüler*innen, die lernen, ihre Umwelt durch Hören und Fühlen wahrzunehmen. In ihrem Film liegt der Fokus auf Klängen, Musik, Rhythmen und Materialitäten. Sowie auf den Verbindungen zwischen Ich, Gemeinschaft und Welt.
19. März, 20:30 Uhr, Schubertkino 1 — 21. März, 11 Uhr, Annenhof Kino 6
Portrait of Nowness

Juri Rechinsky und Mario Hainzl hatten eine einfache, aber spannende Idee: Sie statteten Menschen aus unterschiedlichen Ländern wie Österreich, Senegal, USA, Japan oder der Ukraine mit Bodycams aus. Ein Film darüber, wie wir leben; wie unterschiedlich, aber auch ähnlich unser Alltag ist. Alle Protagonist*innen suchen nach Momenten der Freude, der Ruhe und des Glücks.
19. März, 21 Uhr, Annenhof Kino 6 — 20. März, 14 Uhr, Kiz Royal Kino 1; in der Schiene »Innovativer Film«
A Russian Winter

Patric Chiha begleitet Russ*innen, für die es seit dem Angriff auf die Ukraine nicht mehr infrage kommt, in ihrem Heimatland zu leben. Sie sind nach Paris gegangen und verbringen ihre Zeit in der Kreativszene, über die sie Anschluss in der französischen Hauptstadt gefunden haben. Ein Film über Liebe und Freund*innenschaft – Dinge, die besonders wichtig werden, wenn man keine Heimat mehr hat.
20. März, 18 Uhr, Annenhof Kino 2 — 22. März, 11:15 Uhr, Annenhof Kino 6
Wax & Gold

»Ich denke, am Ende spricht man immer über sich selbst, webt einen neuen Faden in das Geflecht der eigenen Erfahrungen, der europäischen Geschichte«, sagt Ruth Beckermann, deren aktueller Film nach Äthiopien führt. Sie geht den Spuren des Kolonialismus nach und wirft zugleich einen Blick auf Vergangenheit sowie Zukunft des Landes.
20. März, 20:30 Uhr, Annenhof Kino 2 — 21. März, 11:30 Uhr, Schubertkino 1
Wellen Wende

Josephine Ahnelt richtet ihre analoge Kamera auf fünf Mütter im Wochenbett. Diese müssen lernen, mit ihrem neuen Leben umzugehen, einem Leben mit verändertem Alltag: zwischen Aufopferung und dem Willen, die eigene Identität zu bewahren. »Wellen Wende« ist auf 16-Millimeter-Film gedreht und bringt intime Momente auf die große Leinwand.
19. März, 14 Uhr, Kiz Royal Kino 1 — 20. März, 20 Uhr, Rechbauerkino
When Fire Turns to Ash

Auf Feuerland, einer Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas, wurde die indigene Bevölkerung gnadenlos verfolgt und nahezu ausgelöscht. Michaela Grill spürt in ihrem Essayfilm anhand von historischen Texten, Fotos, Zeichnungen und Interviews mit Nachfahr*innen dem Leben dieser Vergessenen nach.
21. März, 17 Uhr, Schubertkino 2 — 23. März, 11 Uhr, Annenhof Kino 5
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