Eine sterbende Kuh, der Mythos um Dracula, Elternschaft und transkulturelle Brieffreund*innenschaften: Die Diagonale hat auch 2026 wieder thematisch vielfältige Spiel- und Dokumentarfilme sowie Experimentelles zu bieten. Hier einige Highlights.
Kurzfilm
All Buildings Are Beautiful

Christoph Schwarz ist für seinen satirischen Blick auf unsere Welt bekannt. In »All Buildings Are Beautiful« widmet er sich nun einem Gebäude – und zwar der alten Wirtschaftsuniversität Wien. Diese soll abgerissen werden. Schwarz stellt sich tiefergehende Fragen, die an diese bauliche Maßnahme anschließen.
19. März, 20 Uhr, Rechbauerkino — 21. März, 10:30 Uhr, Schubertkino 2; im Programm »Kurzdokumentarfilm 2«
Béni’s Noise

Die zehnjährige Béni sammelt Töne wie andere Kinder Spielzeugfiguren. Vogelgezwitscher, das Brummen der Hochspannungsleitung, der Wind, der einen Drachen steigen lässt. Valérie Pelet zeigt nicht nur ihre aufmerksame Protagonistin, sondern auch das, was wir im Leben mitunter überhören.
20. März, 14:15 Uhr, Schubertkino 1 — 21. März, 17:45 Uhr, Schubertkino 1; im Programm »Innovativer Kurzfilm 3«
Dark Times

2024 war der Filmemacherin, Fotografin und Medienkünstlerin Lisl Ponger bei der Diagonale eine umfangreiche Retrospektive gewidmet. Heuer geht sie mit dem Zehnminüter »Dark Times« der Frage nach, ob Bilder Wahrheit transportieren oder diese formen – und wie Geschichte sichtbar gemacht werden kann.
21. März, 17 Uhr, Annenhof Kino 6 — 23. März, 11:30 Uhr, Annenhof Kino 6; im Programm »Innovativer Kurzfilm 5«
Frutti di mare

2023 erhielt David Lapuch für »Cornetto im Gras« den Diagonale-Preis für den besten Kurzspielfilm. Nun hat er die damalige Crew für »Frutti di mare« erneut versammelt. Anna ist Anfang dreißig, lebt in einem Dorf und steckt fest – zwischen Pizzalieferdienst, Familienproblemen und der eigenen Vergangenheit.
22. März, 19:45 Uhr, Kiz Royal Kino 1 — 23. März, 14 Uhr, Kiz Royal Kino 1; im Programm »Kurzspielfilm 4«
Gay by Nature

Zwei queere Katzenmenschen brechen aus ihrem Gehege aus. Isa Schieche und Helen Weber haben mit »Gay by Nature« einen subversiven Heimatfilm geschaffen, in dem Außenseiterinnen gängige Vorstellungen unserer Welt hinter sich lassen und erste Schritte hin zu antifaschistischem Widerstand machen.
21. März, 22:30 Uhr, Schubertkino 1 — 22. März, 10:30 Uhr, Annenhof Kino 5; im Programm »Kurzspielfilm 3«
Motherigine

Wie lebt man faire Elternschaft? Dieser Frage geht Sophie Bösker nach – anhand ihrer eigenen Biografie. Drei Jahre lang filmte sie sich, ihren Partner Georg und die gemeinsame Tochter. Die Kamera dient ihr als Ventil dafür, ihre Gefühle rauszulassen. Aber auch der eine oder andere Rapsong hilft dabei.
21. März, 14 Uhr, Annenhof Kino 6 — 22. März, 19:30 Uhr, Rechbauerkino; im Programm »Kurzdokumentarfilm 3«
Die Diagonale 2026 findet von 18. bis 23. März in Graz statt. Sämtliche Detailinfos sind unter hier zu finden.