Eine sterbende Kuh, der Mythos um Dracula, Elternschaft und transkulturelle Brieffreund*innenschaften: Die Diagonale hat auch 2026 wieder thematisch vielfältige Spiel- und Dokumentarfilme sowie Experimentelles zu bieten. Hier einige Highlights.

Spielfilm lang
2 Hot 2 Drive

Kurdwin Ayub konnte schon mit ihren Filmen »Paradies! Paradies!«, »Sonne« und zuletzt »Mond« überzeugen. Wer sie einmal bei einem Interview erlebt hat, weiß zudem um ihren hintergründigen Humor. Dieser zeigt sich auch in ihrem neuen Projekt – der sechsteiligen Comedy-Webserie rund um den Fahrlehrer Florian (Kabarettist Christoph Fitz).
21. März, 22:15 Uhr, Kiz Royal Kino 1
B wie Bartleby

»Ich möchte lieber nicht«, sagt die Hauptfigur in Herman Melvilles Erzählung »Bartleby, der Schreiber« fortwährend. Es ist eine Geschichte über gesellschaftliche Zwänge und entfremdende Arbeit. Angela Summereder spinnt daraus einen Essayfilm und lässt verschiedene Menschen reflektieren – über Erinnerung, Widerstand und Sprache.
21. März, 19:15 Uhr, Schubertkino 2
Beautiful and Neat Room

Die Suche nach einer neuen Wohnung ist meist furchtbar. Das zeigt auch »Beautiful and Neat Room«: Marie (Charlotte Aubin) sucht Mitbewohner*innen für ihr gemietetes Apartment in Brooklyn – und findet skurrile Begegnungen. Regisseurin Maria Petschnig lebt selbst in New York City und hatte bereits mehr als sechzig Mitbewohner*innen.
20. März, 17:15 Uhr, Annenhof Kino 6 — 21. März, 17:15 Uhr, Rechbauerkino
Dracula

Ein rumänischer Regisseur (Adonis Tanța) will einen Film über Dracula drehen, einen Mythos, der Rumänien bis heute prägt. Radu Jude liefert mit diesem Metaprojekt laut Onlinemagazin Filmstarts den »verrücktesten Dracula-Film aller Zeiten« ab. Wir sehen Vampirjagden, Streiks von Arbeiter*innen, KI-Inhalte, etwas Sci-Fi sowie Romantik – verbunden mit Folklore und Horror.
19. März, 19:30 Uhr, Annenhof Kino 5
Die Kuh, die weint

Regisseur Andreas Prochaska sowie Drehbuchautorin und Schauspielerin Pia Hierzegger sind keine unbekannten Namen im österreichischen Film. Im »ORF Landkrimi« »Die Kuh, die weint« erzählen sie von einem Mädchen, das verschwindet, und von einer Kuh, die ins Gras beißt. TV-Klischees werden getestet und mit Horrorelementen verbunden.
19. März, 17:30 Uhr, Schubertkino 1
Licht, kein Licht

Schuld, Zurechnungsfähigkeit und der Verstoß gegen Normen. In diesem Film von Matthias van Baaren sehen wir einen Mann, der ohne Grund auf Menschen geschossen hat und deswegen ins Gefängnis muss. Wir sehen außerdem eine junge Labormitarbeiterin, die als Geschworene berufen worden ist, sowie einen Soziologen, der eine Arbeit über den juristischen Strafvollzug schreibt.
19. März, 17 Uhr, Schubertkino 2 — 20. März, 10:30 Uhr, Annenhof Kino 5
Our Girls

Ein Urlaub wird durch eine Katastrophe unterbrochen: Zwei Familien genießen die freie Zeit in den Alpen, als ein Unfall ihrer Teenagertöchter alle in ein Dilemma stößt. Die Freund*innenschaft wird auf die Probe gestellt und unbequeme Wahrheiten kommen ans Tageslicht. Regisseur Mike van Diem fragt: Was tun Eltern, um ihre Kinder zu retten?
18. März, 16 Uhr, Annenhof Kino 6 — 19. März, 14:30 Uhr, Annenhof Kino 6
The Stories

Es beginnt mit einer Brieffreund*innen-schaft: Der junge Ägypter Ahmed (Amir El-Masry) schreibt der Österreicherin Liz (Valerie Pachner). Obwohl Ahmed aus ärmlichen Verhältnissen kommt, möchte er Pianist werden. Liz will ihn dabei unterstützen. »The Stories« von Abu Bakr Shawky erzählt von Ägyptens politischem Wandel am Beispiel einer Familie.
21. März, 21:15 Uhr, Annenhof Kino 6 — 23. März, 13:30 Uhr, Annenhof Kino 5
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