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Filme & Serien

Permanent Dreckig

Bei »Game Of Thrones« lernt man nichts. Im Gegensatz zu feuilleton-gelobten Produktionen wie »Six Feet Under« oder »The Wire« hat die neue HBO-Serie wenig Gesellschaftskritisches zu bieten. Erzählt wird, wie gewohnt, auf hohem Komplexitätsniveau, aber diesmal ohne Metaebene.

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Midnight In Paris

Wer einem weismachen will, mit seinem neuen Film hätte Woody Allen zur alten Form zurückgefunden, lügt erstens, und bringt zweitens ziemlich genau auf den Punkt, worum es in »Midnight In Paris« geht:

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The Fighter

Wenn ich behaupte, dass es im Popcorn-Kino des 21. Jahrhunderts abgesehen von Clint Eastwood keinen Regisseur mehr gibt, der mitreißende Geschichten erzählt, klinge ich nach verbittertem Feuilleton-Schreiber, der sich nach dem guten Hollywood der 40er und 50er zurücksehnt, das er selbst nicht erlebt hat.

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Machete

Beim Schnauzer-Abrasieren geschnitten
Der neue Rodriguez-Trashmix funktioniert sowohl als Kommentar zur amerikanischen Migrationspolitik als auch als Hommage an Danny Trejo, den Ehreninsassen jedes mexikanischen Gefängnisses. Aber am wichtigsten: der Film macht Spaß.

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Dead Space Extraction

Nach vorsintflutlichen „Doom“ und „Quake“-Übungen in den 90er Jahren habe ich mich mit „Dead Space“ an die Xbox 360 gewagt und bin kläglich gescheitert.

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Surrogates

Alle fünf oder sechs Jahre taucht ein B-Movie mit Bruce Willis auf, das im Gegensatz zu der „Stirb Langsam“-Trilogie (ich schreibe bewusst Trilogie) oder alten Klassikern wie „The Last Boy Scout“ nicht wirklich gut ist, sich aber durch exzessive Fernsehwiederholung einen festen Stellenwert erarbeitet.

Musik & Club

Zack & Miri Make A Porno

Zehn Jahre bevor Judd Apatow mit „Jungfrau, 40, männlich, sucht …“ den Nerv der Zeit traf, war Kevin Smith mit seinen New-Jersey-Filme wie „Clerks“ und „Mallrats“ alleiniger Beherrscher des Genres ‚liebevoll gestaltete Komödie mit sympathischen Verlierern’.

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Adventureland

Bei gut gemachten Coming-of-Age-Filmen ist es gar nicht notwendig, alle Schwierigkeiten des Aufwachsenden (interessanter Weise sind in den meisten Fällen Männer, oder besser Jungen die Protagonisten) nachvollziehen zu können. So kennen wir in Österreich das Problem der immens teuren Elite-Unis (noch) kaum, genauso wenig wie die Kluft zwischen jüdischen und protestantischen Familien hierzulande ein Thema ist.

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Fanboys

Eigentlich hätte dieser Film alle notwendigen Zutaten für ein gelungenes Road Movie.

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Inglourious Basterds

Anders als der Trailer suggeriert, geht es in Tarantinos neuem Film nicht um das spaßige Abschlachten von Hitler-Schergen, sondern um die Liebe zum Kino an sich. Wir halten uns an dieser Stelle an Christoph Waltz: „Ich gebe ihnen jetzt nicht vor, wie sie die Sache zu sehen haben“.

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Das Festmahl im August

Diesen Sommer dauert der Italien-Urlaub knappe eineinhalb Stunden. Man merkt dabei nichts von Berlusconis Medienherrschaft, Donna Leons tödliches Venedig ist weit entfernt, es gibt keinen Stau und schon gar keinen Regen.

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Star Trek 11

Lost in Time

Bei der Überraschungs-Weltpremiere des neuen „Star Trek“-Films in Texas hätte ich vermutlich nicht einmal Stargast Leonard Nimoy erkannt. Höchst erfreut über gutes Science-Fiction-Kino, dessen einziges Manko es ist, manchmal ein bisschen zu lustig zu sein, hätte ich den Saal trotzdem verlassen.

Allgemein

Defiance

Jüdische Figuren haben wenig Handlungsspielraum im Shoah-Mainstream-Kino: Entweder versuchen sie ihren Alltag im KZ mit Humor zu meistern und werden trotzdem ermordet („Das Leben ist schön“) oder sie bedürfen eines sudetendeutschen Industriellen, um ihrem Schicksal zu entkommen („Schindlers Liste“).

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Role Models

Der ständig gut gelaunte Wheeler und sein charakterliches Gegenteil Danny sind aus irgendeinem Grund beste Freunde, und weil sie vermutlich nichts Besseres gelernt haben, bewerben sie schon seit zehn Jahren einen Energy-Drink namens Minotaurus an High Schools.