Jeanne ist für ihre 17 Jahre ziemlich schüchtern, worüber ihr alleinerziehender Vater, ein charmant-verklemmter Bibliothekar, nicht unfroh ist.
Jeanne ist für ihre 17 Jahre ziemlich schüchtern, worüber ihr alleinerziehender Vater, ein charmant-verklemmter Bibliothekar, nicht unfroh ist.
Ist Aschgrau das neue Grellbunt? Werbeclip-Zampano McG, in Erinnerung als Inszenator zweier mitternachtseinlagen-launiger „Drei Engel für Charlie“-Blockbuster, hat den neuen, vierten „Terminator“-Kinofilm als Malen-nach-Zahlen-Postapokalypse in den Farben rostbraun (die Landschaften), fahlweiß (das Licht) und graugraugrau angelegt. Ähnlich blass ist, was die Skriptautoren John Brancato und Michael Ferris („The Game“) sich für die Fortschreibung der Terminator-Saga ausgedacht haben:
Sammlungen von Texten ganz verschiedener Autoren laufen häufig nicht nur Gefahr, dass ihr eigentliches Themengebiet willkürlich ausfranst, sondern auch, dass die Qualität der Beiträge sehr unterschiedlich ist. Auch dieser Band eiert manchmal in diese Richtung.
Klar wäre es uninteressant, knapp 20 unkritische Porträts von Journalisten, die sich mit unterschiedlichen Herangehensweisen durch ihre Web-Tätigkeiten hervorgetan haben, zu sammeln und deren Vorgehen nicht zu verorten und einzuschätzen.
In ihrer Aufsatzsammlung vertieft und diskutiert Judith Butler Themen und Thesen aus ihren früheren Werken. Die Beiträge reichen von alternativen Familienmodellen, dem Verschwinden der Familie bis zur Regulierung von Intersexualität und Transsexualität.
Bei Musik aus Schweden hat unsereins gleich auch die nötigen Vorurteile parat:
Es verwundert nicht weiter, dass Nneka gerade in Frankreich, aber auch Großbritannien deutlich mehr Hörer als ihrer Wohnsitzheimat Deutschland hat – haben in diesen Ländern doch postkoloniale Traditionen wesentlich stärker in den Mainstream gestrahlt.
Eines vorweg: Conor Oberst ist auf „Outer South“ so sehr Bruce Springsteen wie nie zuvor. Manche werden das gut finden, weil sie in Oberst immer schon lieber den gefestigten, reflektierenden Geschichtenerzähler sehen mochten als das gebrochene Emo-Kid – andere, (wie ich), jedoch werden zwangsläufig in Wehmut verfallen.
Ja, da ist er wieder der feine Postpunk-Sound, wie ihn The Jam-Fans vermutlich so lieben.
Ich nenne das Ganze Fusion-Prog-Metal-Rock und ihr wisst Bescheid.
Ja, es handelt sich wirklich um das neue Album der SFA: Gleich zu Beginn dröhnt einem 70er-Jahre-Heavy-Rockgitarren-Sound entgegen, der sich dann in schlechten 80er-Jahre-Funk mit Falsettgesang weiterentwickelt.
Emo-Rock? Punk? Pop? Definitiv Pop! Die Band aus Oklahoma legt mit ihrem bereits dritten Album den klassischen Sound für amerikanische Highschool- Filme vor.
Leichtfertig wurden My Latest Novel und ihr Debüt "Wolves" vor drei Jahren als Schottlands Antwort auf Arcade Fire abgehandelt – was in gleichem Maße schmeichelt wie es Eigenständigkeit abspricht. Bei allen Gemeinsamkeiten wurde man dem Quintett aus Greenock nahe Glasgow damit kaum gerecht, zogen sie im Gegensatz zu ihren Kollegen aus Kanada das Epische dem […]
Emos werden definitiv keine Freude mit der neuen Compilation des etablierten Hipster – Labels Kitsuné haben. Beschwingte Melodien, fröhliche Gesänge und zum Tanzen einladende Beats ziehen sich durch die Sammlung, die Nu Disco, Indie – Pop und Club zusammenführt. Gelockt werden die Hörer mit bekannten Namen wie Phoenix, Autokratz oder We Have Band. Neuentdeckungen sind […]
„What is your fucking agenda?“, wird der namenlose Anti-Held gegen Ende von „The Limits Of Control“ gefragt – vom Bösewicht, versteht sich. Jim Jarmuschs neuer Film handelt von einem Mann mit einer Mission, aber der Film selbst hält fast zwei Stunden lang konsequent Abstand zu allfälligen Festlegungen und Erklärungen.
Bernhard Eder, selbst umtriebiger Singer/Songwriter, stellte mit „My Melancholy Friends“ eine Compilation zusammen, für die andere Singer/Songwriter ihre zum Teil bisher unveröffentlichten Nummern beisteuerten.
Die Musik des Polen Michal Jacaszek ist so zeitgemäß wie die katholische Kirche.
Titel wie „Soul Child“, „The Doctor Is In“ oder „Soul Sucka“ verraten, worum es bei The Fantastics aus Großbritannien (allein der Band-Name spricht ja schon mehr oder weniger für sich) hauptsächlich geht:
Gleich zu Beginn paaren sich wohltuende Gitarren-Harmonien mit orchestralem Weltschmerz.
Nimm eine Putzwutfrustmutti, einen kaum vorhandenen, weil so in-the-closet Papa, ein betragensschwaches, kluges Mädchen sowie eine hübschbrave, etwas einfach gestrickte Schwester – schon hast du die Keimzelle aller Neurosen, die scheinheile Familie.