Der Sänger von Seeed hat also ein Soloprojekt. Welcher von den dreien? Na der. Peter Fox ist Pierre Baigorry, der Wunderwuzzi – Workaholic, der in der Berliner Dancehall – Partykapelle schon bisher mehr Aufmerksamkeit beanspruchte als alle seiner zehn Bandkollegen. Die zehn Tracks dieser CD sind rein äußerlich von Seeed – Tracks nicht zu unterscheiden, […]
Kategorie: Musik & Club
Conor Oberst
Das letzte Bright – Eyes – Album "Cassadaga" war ein gutes Album. Es war vielleicht ein wenig zu viel – too much too soon. Das neue "Solo" – Album des Conor Oberst kommt auf jeden Fall als Befreiung und sehr befreit daher – in einem Monat in Mexiko mit der fünfköpfigen Mystic Valley Band (zum […]
White T-Shirt
Das hat sich doch alles sicher wieder nur jemand ausgedacht! Die hübsch anzuschauende Micky Green als Bindeglied zwischen oben unten unten, zwischen Gwen Stefani und Lily Allen, zwischen Hyperglam und irgendwie noch Subkultur, zwischen Madonna und Feist, möglicherweise. Tatsächlich hat Green mit teilweiser Unterstützung der allgegenwärtigen Kanadierposse um Mocky und Gonzales ein sauberes Album im […]
Da Eisbär
Bum Bum Kunst gehört vielleicht nicht zu den besten österreichischen MCs, aber zu den wichtigsten.
Fantasy Black Channel
Die Jugend von heute, sie hat den heißen Scheiß zu verantworten. Wer auch sonst, immerhin weiß man seit Jahrzehnten: The kids are alright. Nachdem das sich einem Strohfeuer gleich ausbreitende Phänomen Nu Rave mittlerweile eher für Naserümpfen denn für Euphorie sorgt, scheint ein Album wie "Fantasy Black Channel" nahezu gewagt. Aber halt: Eingangs erwähnte Jugend, […]
Stay Positive
Heilige Scheiße! Endlich wieder ein Rock-Album, das diese zwei Worte zur Eröffnung eines Reviews rechtfertigt. Die Band aus New York geht nach "Boys And Girls In America" abermals in die Vollen und schafft es, trotz der gebrochenen Themen in den tollen Lyrics von Sänger Craig Finn die euphorisierende Qualität des Openers "Constructive Summer" ("We’re gonna […]
Freedom Wind
Sie sehen aus wie eine Beach – Boys – Coverband. Sie sind eine Beach – Boys – Coverband, klingen wie die Kalifornier in ihrer „Pet Sounds“ – Phase – und doch sind die Songs ihre eigenen, so arrangiert und eingespielt, als ob Brian Wilson selbst als Musikdirektor fungiert hätte. Dieses Album erklimmt eine neue Stufe […]
The Freeks
Ein Spinnerpool von circa zehn Wahnsinnigen, die dem psychedelischen Spirit von anno dazumal nachspüren und ihn auch ganz prächtig einfangen.
Just in Case We’ll Never Meet Again
Waren auf „Dopoguerra“, dem Erfolgsalbum aus dem Jahr 2005, die früheren Metal – Einflüsse zumindest ansatzweise noch rauszuhören, so sind Klimt 1918 jetzt endgültig im Schoße des anspruchsvollen Stadion – Rocks gelandet. Denn auch die dunklen Wave – Portionen sind kleiner geworden. Die Römer sind zwar bemüht, wollen alle mit ihren leidenden Soundflächen ins Tränental […]
Da Trak Genious
So hat man Marvin Gayes »Sexual Healing« wohl noch nie gehört: der Gesang reduziert auf flackernde Sample-Partikel und verzerrte Stimmen im Wechseltempo eines hyperventilierenden Hip-Hop, dazu ein hochfrequent hektisches Drum-Gewitter und druckvolle Bässe, die wie hunderte kleine Ohrfeigen funktionieren. In Chicago wird das Juke genannt, und es beschreibt eine relativ junge, schnelle Spielart von Ghetto-House. […]
Emergency
Diese Melodien wollen hinausgeschmettert, auf möglichst große Festivalbühnen gehievt und von biertrinkenden Jungs Wort für Wort nachgesungen werden.
D’Demonstrator
Squarepusher, die verrückt-geniale IDM-Produzenten-Einmann-Armee, hat sich eine Band zugelegt und mit ihr ein Album aufgenommen. Riecht irgendwie nach Fake, vor allem weil die Platte selbst für seine Verhältnisse ein bisschen eigen ist.
Between Here And There
Look See Proof klingen ungefähr so, als ob sich Interpol, die Editors und Bloc Party zusammengetan hätten, um auf dem höchstmöglichen Endorphin – Level eine philanthropische Version von Nu Emo zu entwerfen. Was das konkret heißt? Auf Interpol- / Editors – Melodien treffen Bloc – Party – Gesangslinien, die durch mehrstimmige Chorus – Parts zu […]
See You in Magic
Speedo is back! Der singende und Gitarre spielende Vorstand der in Europa viel zu wenig gepriesenen Rocket from the Crypt (mit brillanten Nebenprojekten wie den Hot Snakes immer für verschärften Rock‘n‘Roll gut) spielt mit neuer Band auf. Schon der Opener "Closed For Inventory" (von wegen!) reißt mit seiner Energie alles auf, und die folgenden zwölf […]
Drawing Down The Moon
was sollen wir denn mit euch machen? Nach einigen unspektakulären Soloalben entscheidet ihr euch aus gutem Grund wieder für eine Zusammenarbeit. Und mit welchem Ergebnis? Ein Album ähnlich langweilig wie die Solo-Releases. Das ist früher viel besser gegangen, viel intimer, viel herzzerreißender. Die Songs haben ihre Kraft gerade aus der Introvertiertheit und den nur angedeuteten […]
Real Ghosts Caught On Tape
Die Fake Problems aus Florida legen ihr drittes Album seit der Gründung 2007 vor, sind also als Studioband so unermüdlich wie als Live-Act. War der Vorgänger »It’s Great To Be Alive« eine mit Hits gespickte, vom Geist des Punk infizierte scheuklappenlose musikalische Rundreise durch den US-Indie-Kosmos, so wird die Sache mit »Real Ghosts Caught On […]
Afro-Beat Airways
Bei dieser großartigen Compilation handelt es sich nicht um ein nebenbei zusammen- geschustertes Flickwerk aus Ausschussware zum Zwecke der Abholung von ein paar Vampire-Weekend-Fans.
The Golden Archipelago
Jonathan Meiburg ist ein schmächtiges Kerlchen, dem man niemals eine dermaßen kraftvolle Stimme zutrauen würde. Sie ist so imposant, dass sie anfangs gar zum alles bestimmenden Element geworden ist. Doch Shearwater haben sich mit »Rook« zuletzt zu einer kompletteren Band entwickeln können, die mehr ist als die Laune des Ex-Okkervil-River Mitstreiters. Und auch wenn so […]
Gods of the Earth
The Sword aus Austin, Texas, machen Metal. Die mythologischen Wikinger – Texte und das mystische Cover lassen gar auf True Metal schließen. Aber so ganz ironiefrei dürfte es bei diesem Quartett dann doch nicht abgehen. Zu schweinerockermäßig ist das Aussehen und zu cool ist der Sound der Mannen um Mastermind John D. Cronise. Der huldigt […]
Out of the Blue
Auch wenn die Pop – Geschichtsschreiber in ihren Rückblicken immer drauf vergessen: In Österreich gab es einmal eine beachtliche Neo – Psych – Szene, die in den unbeirrbaren Subcandies mehr als würdig weiterlebt (Gitarrist und Sänger Norb Payr war ein Jaybird). Um ehrlich zu sein, wären damals alle vor Ehrfurcht aus den Winklepicker Boots gekippt, […]