Kategorie: Musik & Club

Musik & Club

We Look Back But We Look Good

Warum Sängerin Mirre M. am Cover des Debütalbums von Honolulu im Stewardessenkostüm steckt, während ihre beiden männlichen Mitmusiker in Mackeranzügen Richtung Flughafen eilen, sollte noch besprochen werden, musikalisch jedenfalls passt die Luftfahrtmetapher sehr gut. Denn Honolulu reisen leidenschaftlich gern – in die Vergangenheit und von Kontinent zu Kontinent. Das Album beinhaltet dementsprechend verschiedenste Eindrücke vom […]

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DJ Kicks

Was für eine Hochzeit! „DJ Kicks“, die außerhalb einschlägiger Tanzkreise wohl bekannteste Mix – Compilation – Reihe, vermählt sich mit dem Berliner Produzentenduo und Meistergespann pushender Elektro-Klänge Booka Shade, das sich für dieses Mixtape durch seine umfangreiche Plattensammlung gewühlt hat. Und was die beiden da zu Tage fördern, hat Stil. Von Jugendreminiszenzen (Yazoo, Heaven 17) […]

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Monsters & Silly Songs

Der Franzose Joakim nennt das lässige Label Tigersushi sein Eigen, jene sympathisch verdrehte Institution, die seit Jahren unzählige an der Schnittstelle von Elektro, House, Punk und Rock zu verortende musikalische Leckerbissen veröffentlicht. Die soeben mit dem umwerfenden und selbst betitelten Album debütierenden Poni Hoax gehören ebenso zum Tigersushi-Inventar wie die energetischen Elektropunk – Rabauken Panico. […]

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Giant

Dass Herman Düne kein Mensch, sondern ein schwedisches Brüderpaar mit internationaler Unterstützung ist, hat sich mittlerweile schon recht weit herumgesprochen. Das heftige Touren, die Zustimmung John Peels, eine große Anzahl veröffentlichter und durchaus anständiger Tonträger – es gibt einige Gründe, warum man von denen schon mal was gehört haben könnte. Gekauft wurde von ihnen wohl […]

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Friend Opportunity

Wie viel Deerhoof braucht der Mensch? Nach dem Abgang von Gitarrist Chris Cohen, der sich fortan um seine Band The Curtains kümmern will, ist die liebenswürdige Krachmacherbande aus San Francisco wieder in Triobesetzung unterwegs und knallt der Welt ihr mittlerweile neuntes Album vor den Latz. Selten lässt sich so fein exemplarisch wie beim Durchforsten und […]

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Robbers and Cowards

Nach einigen sprühenden EPs und folgerichtiger Erregung auf MySpace begann das große Gerangel um die vier Kalifornier. Downtown Records, eine Tochter von Warner und US-Stall von Acts wie Art Brut oder Gnarls Barkley, machte letztlich das Rennen und brachte im Herbst des vergangenen Jahres das vorliegende Album, vorwiegend zusammengesetzt aus Tracks der erwähnten frühen EPs, […]

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Some Loud Thunder

Der Jahreswechsel 2006 fiel ziemlich hysterisch aus. Die Arctic Monkeys und Arcade Fire spielten sich via Internet direkt in die Charts und als wäre es mit der neu entdeckten Lust am Indiekonsens damit nicht genug, kommen nur wenige Wochen später Clap Your Hands Say Yeah und verkaufen 300.000 Stück ihrer selbst betitelten LP – ganz […]

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Alles verloren

Dass sich hinter dem den Wien-hype verballhornenden Pseudonym Binder & Krieglstein primär der Musiker Rainer Binder-Krieglstein verschanzt, dürfte mittlerweile bekannt sein. Dass der steirische Producer aber auch auf eine abwechslungsreiche Vergangenheit als Drummer der Avantgarde-Noisemetal-Combo Fetish 69, der verschwundenen Alternative-Hoffnung Sans Secours und des abseitigen Downbeat-Projekts Toxic Lounge hat, ist weniger geläufig. Doch genau diese […]

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Songs for the Young at Heart

Nur ein Zyniker könnte dieser Platte etwas Böses wollen. Zwei Väter gewordene Tindersticks versammeln eine internationale All-Star-Riege, um dem willigen Indie-Connaisseur in der Kindheit lieb gewonnene Melodien, Texte und Lieder erneut zu unterbreiten. Wer nicht mit britischem Funk und Fernsehen aufgewachsen ist, wird das Ursprungsmaterial nicht unbedingt kennen, das tut der sympathischen Sammlung aber keinen […]

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Foley Room

Nachdem Amon Tobin den Soundtrack für das Videospiel „Splinter Cell – Chaos Theory“ fertig gestellt hatte, zog er sich erst mal zurück und machte dabei eine folgenschwere Entdeckung, die so genannten „Foley Rooms“. In diesen werden diverse Geräusche für Filmproduktionen produziert. Das inspirierte den Meister der elektronischen Klänge derart, dass er sich kurzerhand mit einem […]

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Drums and Guns

Verarbeitete und immer noch schwelende Traumata, Mörder, Biblisches: Low mögen nicht mehr ganz so leise treten wie einst, die Inhalte sind aber die gleichen geblieben. Sonst haben sich in den letzten Jahren bei dem Trio aus Duluth, Minnesota nicht eben wenige Veränderungen ergeben. Dabei lautete die Devise immer, zwar zwei Schritte nach vor zu gehen, […]

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Myths of the Near Future

Über diese Band muss wohl kaum noch etwas gesagt werden. Wer in den vergangenen Wochen nicht ganz blind und halbtaub durch die Popkultur gestolpert ist, dürfte mit ziemlicher Sicherheit über die Klaxons gefallen sein. Das Debütalbum der drei Herren bringt nun Überraschungen, Rave bekommt man hier nämlich noch weniger zu hören, als es ohnehin schon […]

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Yours Truly, Angry Mob

Die beste Nachricht zuerst: Das zweite Album der fünf Freunde aus Leeds kommt ohne schmockige Headbanger-Schnulze aus. Beim Debüt „Employment“ aus 2005 war das mit „Oh My God“ noch anders. Überhaupt kann man feststellen, dass diese Platte vergleichsweise gut geraten ist. Gereicht wird klassischer Britpop, teils geisterhaftes Erbmasse-Surrogat der Marken Supergrass und Blur, jedenfalls aber […]

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All of a Sudden I Miss Everyone

Dieser Pathos, dieser Schmerz, und dennoch: Da wartet ja förmlich wieder eine ganze Sonne am Ende des Tunnels. Keine Frage, diese vier Texaner sind die Romantiker des Postrocks. Man muss zwar gestehen, dass ihnen bei allem vorhandenen Talent – oder darf man hier schon von einer Gabe sprechen? – der echte Durchbruch zurecht erst mit […]

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Lucky Boy

Das nächste heiße Eisen von Ed Banger, dem zum Hochofen gewordenen Pariser Label für fett-geile Posermucke mit eingebautem Partyalarm: DJ Mehdi, der in seinem Heimatland nach diversen Kollaborationen und Produktionen für Acts wie MC Solaar oder Super Discount (auch die übermächtigen Daft Punk sind ihm referenzmäßig irgendwie in den Lebenslauf geflutscht) und als Top-DJ längst […]

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Lie Lover Lie

Geadelt wurden sie bereits, die vier aus Los Angeles, und zwar von keinen Geringeren als Franz Ferdinand. „Aktuelle Lieblingsband“ war da von Alex Kapranos und seinen Kumpanen zu vernehmen. Kein Wunder also, dass The Blood Arm vor Selbstvertrauen nur so strotzen und gleich mal lauthals verkünden: „I like all the girls and all the girls […]

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New Magnetic Wonder

Elijah Wood goes Pop also: Nicht nur, dass der Schauspieler mit dem ewigen Bubengesicht im Biopic „The Passenger“ Iggy Pop in dessen jungen Jahren verkörpern wird, er nennt jetzt auch ein kleines Plattenlabel mit dem etwas unglücklich gewählten Namen Simian Records sein eigen. Und mit seinem ersten Release konnte der 26-Jährige gleich einmal so etwas […]

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Pocket Symphony

Air sind zurück. 18 Monate sollen sie an ihrem neuen Album gefeilt haben und die langwierige Wertarbeit macht sich bezahlt, denn sie führt zurück zur Qualität der Anfänge. Auf „Pocket Symphony“ bleiben sich Jean-Benoît Dunckel und Nicolas Godin selbst treu, und zwar so konsequent, dass einem dieses außermodische In-sich-selbst-Kreisen Respekt abringt. Air sind ein kleines […]

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Trees Outside the Academy

Thurston Moores zweite Song-LP kommt nahezu ohne Verstärker – Missbrauch aus. Nähme man von handelsüblichen Sonic-Youth-Krachern den elektrifizierten Rockband-Ballast weg, sie würden vermutlich ähnlich zart und zwingend wie die hier versammelten Songs klingen. Nach kolportierter Umtriebigkeit im Hippie-Freak-Folk-Millieu, war es nahe liegend, dass Thurston mal mit einer intim versponnenen Packung daherkommen würde. Jetzt ist sie […]

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Preparations

Scott Herren besinnt sich auf frühe Großtaten. Nachdem ihm zuletzt das mit Gast-MCs vollgeparkte Album „Surrounded by Silence“ mit seinen damit einhergehenden Rap-Plattitüden eindrucksvoll entglitten und der Nachfolger „Security Screenings“ nur als Füllmaterial und Pseudo-Album zu verstehen war, wird jetzt wieder eindrucksvoll am fast durchwegs instrumental gehaltenen Cut-up-Hip-Hop und gut gelaunten Häcksler-Funk des Debüts angeknüpft. […]