Auch wenn Wolfsbilder durch sind: Wer so ein Cover hat, kann keine schlechte Musik machen. Zu mehr als durchschnittlichen Wohlstands-Indie reicht es trotzdem nicht.
Kategorie: Musik & Club
Winterreise
Schubert am Laptop, Dub-Soul und Maschinen-Kunstlied – Atoms Winterreise bringt Programm und Raum in digitale Texturen. Die Höhepunkte sind da, aber rar.
Foe
Die Waliser von Man Without Country mögen es spannend – was zurückhaltend beginnt, gipfelt in Brachialem. Hie und da wirkt das einfach zu bemüht.
The Golden Years
Wie wenig kann man machen und dabei trotzdem Spannung aufbauen? Trapist knistern, schaben, stupsen, rauschen und klirren auf kleinstem Raum.
Kill For Love
Während Bands wie M83 dem Synthie-Pop Herzchen aufmalen, schleifen die Chromatics zerbrochene Herzen über den Boden. Hermann Nitsch hätte seine Freude. Wir haben sie auch.
Burn The Land & Boil The Oceans
Ein Kombinat aus meditativ dahingleitenden Parts und abrupten Melodiewechseln, das man auf vier brauchbare Tracks einkochen könnte.
Robot Elephant Records vs Tundra Dubs
Industriell-noisige, ästhetisch schwer überholte, Kunststudentenelektronik nach strikter DIY-Ethik.
Let The People Speak
Frank Black zaubert gemeinsam mit seiner Angetrauten Violet Clark ein erfrischendes Punkrock-Album mit Soul-Anklängen aus dem Hut.
Not Your Kind Of People
Das Quartett rund um Shirley Manson feiert am Rande der Mainstream-Pop-Gesellschaft ein gelungenes Comeback.
Cactus versus Brezel
40 % Chanson, 20 % Rock ’n’ Roll, 10 % Punkrock, 3 % DAF-Sequenzer, 4 % Jacques-Dutronc-Rhythmique, 7 % Brigitte Bardot und Serge Gainsbourg, 5 % Cosmonaute, 10 % wirklich alte Synthesizer und 1% wirklich teures Instrumentarium – ergibt eine Band, die nicht lasziver, nonkonformer und flapsiger sein könnte.
The Journey Is Long
Bereits zum zweiten Mal interpretieren aktuelle Künstler unveröffentlichte Songs des früh verstorbenen Gun-Club-Masterminds. Mit gemischtem Erfolg.
Merrymouth
Mit Hilfe von Pledge hat sich der Sänger der Mod-Formation Ocean Colour Scene nun seinen Wunsch nach einem ersten Soloalbum erfüllt.
The Belly Of The Brazen Bull
Auch ohne sein zwischenzeitliches prominentes Bandmitglied Johnny Marr zeigt das britische Trio, dass es gelernt hat, wie man gekonnt abrockt.
Survive
Positiver aber großteils banaler Sunshine-Reggae der diejenigen, die das Genre eh schon hassen, in ihrer Meinung noch bestärken wird.
Valentina
Mit donnerndem Schlagwerk und teilweise grungigen Gitarren kämpfen die Indie-Urgesteine wieder gegen den leblosen Zeitgeist und erheben dabei ihren liebevollen Krach zur Meditation.
The Hawk, The Beak, The Prey
Drei sind eins zu viel? Im Falle von Me And My Drummer ergeben Stimme, Keyboards und Drums eine Ménage à trois, die bestens funktioniert.
Künstlerisches Mischmasch
Graz hat eine atemberaubende Clubdichte. Und das Spring Festival bespielt sie jedes Jahr auf Neue mit einem beindruckenden und mutigen Line-up.
The Sound Of Sehnsucht
Der anfangs raffinierte Disco/Pop-Hybridsound des Vorzeige-Electro-Pop-Duos wurde ausgehöhlt, kaltgestellt und die Überreste links liegen gelassen.
Altered Creature
Wenn das tote Kind von Seapunk und Witch House mit Deleuze unterm Arm von Afterhour zu Afterhour zieht.
James Blunt (stirbt) lebt mit 35!
Während der Sänger in Los Angeles verstorben sein soll, postet er quicklebendig aus London.