Eine Nacht ohne Vorsätze, die nichts verändert. Ein Rückblick auf Silvester in Graz von Julia Melcher.
Kategorie: Social & Media
Forever young, when I was young
"Jetzt ist schon wieder was passiert." Ein Gesicht zu diesem Satz bekommt das Publikum in Pia Hierzeggers Bühnenfassung von Wolf Haas´ "Das ewige Leben" präsentiert. Derzeit zu sehen am Grazer Schauspielhaus. Mit der Dramatikerin hat sich Julia Melcher für The Gap getroffen.
Tag 7: Co-Kommentator gesucht
Die fleißigste Arbeitslose der Welt liest nicht nur jede Menge Stelleninserate, sondern schreibt auch welche. Diesmal für den ORF.
Know-Nothing-Gesellschaft 103
Den Füller ausstrecken
Aus dem Volksmund: Sprache als Waffe
Ein Klassiker zum Wiederlesen: Victor Klemperers Aufzeichnung über die „LTI“, die Lingua Tertii Imperii, die Sprache des Dritten Reichs. Voll gescheit und voll tragischem Witz.
Class of 1945
Objektiv gesehen ist das Dritte Reich so passé wie nie zuvor. Subjektiv scheint mir die Nazi-Zeit plötzlich näher denn je. Ein Paradoxon – weniger politisch als vielmehr persönlich.
Hyper-Hyper-Ventilation
Wollen wir wirklich die totale Kommunikation? Oder brauchen wir nicht doch manchmal – wie uns die Junkies am Karlsplatz beim Vorübereilen fragen – besser „was Langsames“? Bekenntnisse eines Power-Users.
Lach- und Sachgeschichte
Göring war ein Ordenfetischist, Goebbels ein Womanizer, der Führer ein
gescheiterter Maler, für den viele Nazis und NS – Mitläufer bloß Verachtung übrig hatten. Das belegt eine Sammlung damals kursierender "Flüsterwitze", die der Grazer Reinhard Müller nun neu herausgegeben hat. Im Interview erklärt der Soziologe und Anarchismus – forscher, warum manche der Witze und Spottreime zu Propagandazwecken bewusst von den Nazis in Umlauf gebracht wurden, wie Lachen als Ventil analytische Kritik ersetzen kann und warum die Flüsterwitze nicht als Dokumente des Widerstands mißverstanden werden dürfen.
Osama remixed
Vier Wochen nach dem Unterhosen-Bomber ist also ein neuer Bin-Laden-Podcast aufgetaucht …
assbiting toiletpaper #9
Das Kalenderjahr mit der Nummer 2009 zäsiert abrupt in das nächste (fortlaufende Katalognummer: #2010) und der Listenwahn greift um sich. assbiting toiletpaper macht weder Rück- noch Vorschau, aber präsentiert zwei lyrische Highlights.
Das System Stadt
city system/s, die Diskursreihe zu Stadt und Kunst, lädt erneut ins Wiener Depot. Diesmal im Fokus: Schreiben über Wien.
Das Monster als Motiv
Der Advanced Minority Cubicle Contemporary Artspace zeigt mit „Masquerade“ eine Ausstellung des amerikanischen Künstlers Matt Cipov. Der stellt sich in diesem Video gleich einmal selber vor – um seine Bilder dann von Menschen, Tieren und andere Monstern erzählen zu lassen.
Ich sehe was, was du auch siehst
Elisabeth Czihak, Fotografin und Zeichnerin, erzählt Geschichten von Räumen und Zwischenräumen. Die Galerie anika handelt zeigt die Installation „Ich sehe Wölfe“, bestehend aus Wandzeichnung und fotografischen Triptychon-Aufnahmen eines Industriegebäudes im dunkler werdenden Dämmerlicht. Außerdem: Bilder aus dem Altersheim.
Devolution Disco
Italo der alten Schule: Alexander Robotnick gastiert am 22. Jänner in der Pratersauna
Ohne Geld ka Musi
Die Creative Industries Styria lädt zu einem Informationsabend zum Thema „Navigation bei Förderungen“.
Ich schwuler Käfer
Gregor Samsa aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ steht im Zentrum der Ausstellung von Billi Thanner. Ab Samstag in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz.
Der Salon der alten Dame
…oder: das Cafe Korb als gesellschaftlicher Treffpunkt.
Der Prozess
2000 zog sich Siegfried Faschingbauer aus der Werbebranche zurück. 2006 entdeckte er die "Kornblume" im Knopfloch der FPÖ-Abgeordneten und es folgte eine zweijährige Auseinandersetzung mit deren zweifelhafter Vergangenheit. Die daraus entstandenen Arbeiten veröffentlicht er nun in einem Projekttagebuch.
00er Charts
Zum ausklingenden Nuller Jahrzehnt wird ausnahmsweise auch The Gap Charts machen. Aber anders als die anderen.
Mmmhhh … Geschlechtercocktail!
Doris Stelzer stellt in ihrer Tanzperformance „gender jungle – wo/man“ die inszenierte und die reale Weiblichkeit der Männlichkeit gegenüber.