Kategorie: Literatur & Buch

Literatur & Buch

Der Froschkönig

Im Grunde hätte Roman-Held Harry Driscoll alle Möglichkeiten dieser Welt. Er ist gebildet, hat im renommierten New Yorker „Prestige Verlag“ als Lektoratsassistent eine Stelle mit Aufstiegschancen und mit seiner Arbeitskollegin Evie eine Freundin, um die ihn so mancher beneiden würde. Die Arbeit als Assi in einem New Yorker Verlag bedeutet jedoch für sehr wenig Geld, […]

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The Beatles – Story und Songs kompakt

Wer sich mit Populärkultur, genauer dem Musiksektor, nur einen Fingerbreit eindringlicher beschäftigt als in Form ohnmächtiger Berieselung durch diverse Hitradios, kommt ganz schnell an den Punkt, wo ein Sich-Vorbeischummeln am Oeuvre der vier Wunderwuzzis aus Liverpool nicht mehr geht. Möglichkeiten zur pophistorischen Auffrischung gibt es viele, und auch das unlängst auf Deutsch erschienene, handliche Übersichtswerk […]

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Die neuen Kulturunternehmer – Ihr Motive, Visionen und Erfolgsstrategien

Das Zusammenwachsen und die zunehmende Thematisierung eben dieses Zusammenwachsens von Kunst, Kultur und Wirtschaft halten an. Birgit Mandel nähert sich der Thematik ultimativ deskriptiv. Die stützt sich auf internationale Untersuchungen und Interviews, kehrt gemeinsame Merkmale hervor und porträtiert außerdem zehn deutsche Unternehmen, die zu den wichtigsten im genannten Spannungsfeld gehören. Manche der Erkenntnisse sind mittlerweile […]

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Hot Topic

Zuletzt saßen in einer Arbeitsgruppe zwölf Männern beim Brainstorming zusammen. Gähn. Die einzig anwesende Frau erfüllte den Job der Sekretärin, die alles mitzuschreiben hatte. Quasi wie das letzte Abendmahl ohne jegliche Spiritualität. Einer der Herren mahnte an, endlich das Suffix „Innen“ im Impressum der Werbeagentur abzusägen – denn Emanzipation habe sich doch längst erfüllt. Viel […]

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Es muss was geben

Nicht sudern, handeln!

Andreas Kump, Journalist und Sänger von Shy, dokumentiert in "Es muss was geben" die Anfänge der Linzer Underground Szene zwischen 1977 und 1990.

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Die Bauweise von Paradiesen

Es war nur eine Frage der Zeit: Das Wiener Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, ein regelrechtes Ballungszentrum des Alexander Kluge-Spezialisten- und -Sympathisantentums, hat einen Sammelband zum Schaffen des deutschen Medienvagabunden und begnadeten Dampfplauderers herausgebracht. Der Schwerpunkt der Aufsatzsammlung, die vor einem knappen Jahr im Rahmen der Institutsreihe „Maske und Kothurn“ erschien, liegt auf Kluges […]

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Die Österreichische Oberfläche

Fraglich, ob man sich eine bessere Betriebsanleitung für Österreich vorstellen kann. Andrea Dusl, Kolumnistin der Wiener Stadtzeitschrift /Falter/, bleibt mit ihrer Analyse des Schnitzellandes mitnichten an der Oberfläche. Ihre These, Österreich sei nichts als eine zweifelhafte Erfindung, untermauert sie mit historischen Fakten und schonungsloser Bloßstellung: Sie seziert die österreichische Seele – vom Habsburgermythos bis zur […]

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Hip Hop meets Academia – Globale Spuren eines lokalen Kulturphänomens

So ganz kann sich dieser Band zu keinem durchgängigen Thema entscheiden. Die achtzehn Beiträge entstanden anlässlich einer Tagung rund um das ehemals in Chemnitz angesiedelte „Splash!-Festival“ und gruppieren sich zu unterschiedlich schweren Blöcken. Dabei hält jeder Beitrag für sich einen hohen Standard. Einige Streiflichter, wie zur kulturellen Praxis des Samplings oder der Inszenierung von Eminem, […]

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Staring at the sun

Die Jugend ist eine Plage

Zu alt und trotzdem zu jung: Mit seinem erweiterten und wiederveröffentlichten Roman „Staring at the sun“ malt Jan Drees ein Sittenbild vom süßen Vogel Jugend, das abgefahrener nicht sein könnte.

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Das Mädchenschiff

Die Israelin Michelle leistet nach dem Gymnasium ihren zweijährigen Wehrdienst großteils als Bürokraft in einem Fortbildungsstützpunkt für höhere Militärs ab, wo sie wie viele der Rekrutinnen sexuellen Übergriffen ausgesetzt ist. Mit ihrer fünften Ausschabung beginnt der Roman. Ihrer scheinheiligen Familie nicht trauend, ist sie nach drei Abtreibungen, die bei Nennung vermeintlich arabischer Vergewaltiger das Militär […]

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Wir lassen uns gehen

Vom Böheimkirchener Jesus, der zu Weihnacht wie andere falsche in eine Klinik überstellt wird, bis zu den Neuseeländer Vogelraritäten für die Perverse Cuisine, die selbst bekocht werden: Mit dem aus Nostalgiewelten und Realgegenden stammenden Personal der 20 Kurzgeschichten wechseln Genre, Stil und der Grad der Realitätsüberzeichnung, das Tempo indessen bleibt rasant. Schalko lässt den koksenden […]

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Das erleuchtete Fenster

Die Erzähler wenden sich häufig eingangs an den Leser, während die geschichtszentralen Objekte blitzartig auftauchen. Loschütz erweist sich in diesem Erzählband als ein formidable Fesselungskniffe anwendender Meister des Spannungsaufbaus, wie auch die offenen Enden Bilder evozieren, die sich im Sog der nächsten einmengen. Seine Geschichten sind oft dunkel, einige erotisch geladen, ohne die sich in […]

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Briefe an Madeleine

Der als unidirektionale Briefabfolge geführte Debütroman fächert ein Bukett aus Krimi, Liebes- und Familiengeschichte auf, das von einem Rollen verkehrenden persönlichen Schwinden durchzogen wird. Der Briefverfasser therapiert als Psychiater in einer Gemeinschaftspraxis Klienten über Gespräche und Zeichnungen, als ihm eine Akutpatientin seines Vorgängers zugeführt wird. Valerie schildert eine groteske, kaum glaubhafte Vita, deretwegen er ihre […]

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Slam

Machen wir’s kurz. Wenn man die letzten 15 Jahren nicht gerade in innern Hooligan-Zirkeln verbracht hat, hat man wohl schon etwas von Nick Hornby gehört. Mit seinem rezenten Büchlen „Slam“ ist der Autor dort angekommen, wo er (latent) bislang hingehört: ins Fach der Kinder- und Jugendliteratur, Abteilung Buben(alb)traum. Der halbwüchsige Sam schwängert seine neue Freundin […]

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Heute keine Konferenz. Texte für die Zeitung

Dietmar Dath wird allgemein gern rezensiert, denn es ist schnell getan: Erstens betonen, er sei eine (erste kleine Freude das Wort) „Arbeitsbiene“ (tausende Seiten Literatur pro Jahr, Sachbücher, nebenher noch FAZ-Redakteur) zwotens sagen, er könne Dinge (zweite kleine Freude) „zusammendenken“, die die meisten Leute für sich schon nicht kennen (Marxismus, Physik, drastische Popkultur), schließlich drittens […]

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Der Lumpenadvokat

Christophe Leibowitz, ein emporgekommener Kleinbürger, gehört nicht zur großen Pariser Anwaltswelt. Ohne Kanzlei und ohne Lobby muss er sein Leben fristen. Er ist Pflichtverteidiger in Schnellverfahren, wo er Randgestalten aus dem Pariser Milieu vertritt, und so selber zu einer wird. Plötzlich bekommt er von einem betuchten aber linkischen Kollegen das Angebot unterbreitet für ihn zu […]

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Im Alphabet der Häuser

Häuser erzählen Geschichten. Sie verraten sehr viel über die Epochen in denen sie erbaut worden sind und selbstverständlich über die Menschen die darin gelebt haben. So gesehen hat jede Stadt ihre eigene spannende Schicksalsgeschichte. Der seit vielen Jahren in Innsbruck beheimatete Autor Christoph W. Bauer hat sich nun herangemacht, die Metropole am Inn in seinem […]

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Ego Shooter

Martin von Arndt ist Ende Dreißig. Der studierte Religionswissenschaftler lebt seit geraumer Zeit als Autor und Musiker in verschiedenen Städten Deutschlands. In "Ego Shooter" beschreibt er die letzte Woche eines jungen Profi-Computerspielers. Neutral und ohne übertriebenes Mitgefühl lässt er diesen seinen Tagesablauf durchleben und sich an Vergangenes erinnern. Arndt vermeidet es, einen inhaltliche Interpretation nahezulegen […]